Irgendwann muss mir mal eine Frau erklären, was an diesem Emanzipationsding so toll sein soll. Habe mich jedenfalls, um die reichhaltige Tagesfreizeit zu nutzen, fast vollständig bei meinem Mann einquartiert (sonst immer nur Wochenendbeziehung) und genieße das Hausfrauenmann-Dasein in vollen Zügen.
Morgens um 7.00 klingelt der Wecker, und während die bessere Hälfte sich im Bad für die Arbeit hübsch macht, schmeiße ich in der Küche die Kaffemaschine an und entfache ein Feuer im Ofen. Nachdem er aus dem Haus ist, schleppe ich den Tagesvorrat an Brennholz in die Wohnung, mache im Takt zu meinen aktuellen Lieblingshits die Betten, räume die Spülmaschine von gestern aus, staubsauge und wische den Boden. Dann schnell mit dem schwulen Anwalt aus der Etage über uns das alte Sofa nach unten getragen, denn um 13.00 wird das neue geliefert. Vorfreude pur. Nachmittags dann eine Stunde lang bei meiner Lieblingsdailysoap entspannen, bevor ich die Zutaten für’s Abendessen (heute: die restlichen Nudeln von gestern in einen Auflauf verwandeln) einkaufe und den Herd anschmeiße. Schnell noch den Tisch decken, und um 17.30 ist der Hase auch schon von der Arbeit zurück. Gegessen wird natürlich gemeinsam (meist mit bereits erwähntem Nachbarn), und während es sich die Herren vor dem Fernseher gemütlich machen, räume ich noch schnell das schmutzige Geschirr in die Maschine, bevor die abendliche Sekt-Flasche geköpft wird (Alternative: Glühwein). Nach “Lost”, bzw. den verweifelten Hausfrauen (je nach Wochentag) dann noch schnell Messages bei gayroyal checken, bevor vor dem Schlafengehen noch ein Nümmerchen geschoben wird. Jedenfalls besser als von 8 bis 5 im Büro. Irgendwie.