Düsseldorf

Missing

Gerade erst zwei Tage im neuen Zuhause und schon eine Nacht ohne Toilette – einer Komplettrenovierung des Bades sowie eines Fliesenlegers, der erst um 23.00 Feierabend macht, sei Dank. Und genauso, wie man bei einer Diät an nichts anderes als Essen denken kann, mein einziger Gedanke: Ich muss mal!

Beine zusammenkneifen

In meiner letzten Nacht in Meerbusch das Handy draußen auf dem Balkontisch vergessen. War ja klar, dass es am frühen Morgen wie aus Kübeln schüttet… Den Umzug zurück in die Provinz dank fleißiger Helfer zügig über die Runden gebracht, aber morgen um 9.00 schon leider den ersten Termin beim neuen Arbeitgeber (dabei fang ich doch erst am 1.8. an – das geht ja gut los).

Typisch

Wem der Villalobos-Remix für Shakletons Blood on my hands gefallen hat, der dürfte auch das hier lieben. 17-minütige Deep-House-Perle – aus dem Jahr 1995.

A kind of prayer

Da krieg ich heute noch Gänsehaut:

Das Stück war tatsächlich so kurz.

Felix – Don’t you want me

Den bitteren Beigeschmack des Scheiterns hat das Ganze ja schon irgendwie: Man kann zwar nichts dazu, wenn die alte Firma wegoptimiert wurde – aber wieso muss der neue, nahtlos an den alten anknüpfende [gut für's Ego], Job ausgerechnet in Hannover sein? Der Stadt, der ich für immer entfliehen wollte?

Nun war es ja nicht so, dass ich hier in Düsseldorf das ausschweifende Leben geführt habe, von dem ich in der niedersächsischen Provinz immer träumte. Doch allein der Gedanke, dass man ganz spontan in ein Museum, einen Club, zu einer Gang-Bang-Party oder zu Gucci gehen könnte, reichte schon aus, sich wie ein Mann von Welt zu fühlen. Der nächtliche Blick aus dem Schlafzimmerfenster auf den Rheintower machte den Gedanken an die nervige Büro-Kollegin spielend wieder wett, und ein Bad im Lichte des Meerbuscher Geldadels bei einem Spaziergang entlang der mondänen Hildegundisallee ließ auf der Stelle jeden Anflug von montäglichem Heimweh vergessen.

Doch statt Königsallee, Rheinpromenade und Hofgarten heißt es nun wieder Raschplatz, Kröpcke und Eilenriede… Es hätte mich auch nach Diepholz verschlagen können!

[Wohnen werde ich übrigens nicht in Hannover]

Vorletzter Abend

Rah Band – Clouds across the moon

Endlich mal wieder meine Friseur-Phobie überwunden und mir von einer Professionellen die Haare schneiden lassen.

Flüstert sie mir etwas Undeutliches ins Ohr. Ich: “Wie bitte, meine Ohren entfernen??!?”. Sie reißt erschrocken die Arme hoch, hält den Zeigefinger vor den Mund und flüstert, dieses Mal etwas deutlicher: “Die Ohrenhaare!”

Gestern beim Friseur

Woher stammt eigentlich dieser unsägliche Trend, Vornamen einen Artikel voranzustellen?

Ich ruf mal die Simone an. Frag mal den Holger. Das hat der Stephan gesagt.

Fast so schlimm wie Das geht ja gar nicht!

Sprachliche Unsitte

Was Dieter Bohlen wohl aus Paul Potts gemacht hätte?

Britain’s got Talent