Damit mir ein Mann gefällt, muss er entweder erzkonservativ oder ein arrogantes Arschloch sein – oder am besten gleich beides. Genau diese teuflische Mischung lässt mich ja beim Anblick von Jose Mourinho auf die Knie sinken (ach, was beneide ich Michael Ballack, der das Vergnügen hatte, von diesem Prachtexemplar schikaniert zu werden).
Was den Mann ja außer seinem schlechten Charakter noch auszeichnet, ist seine Frisur: Egal ob ungekämmter Wildwuchs oder kurzgeschorene Kampffrisur, glattrasiert oder stoppelig: Der Typ sieht einfach immer aus, wie einem Herrenmodekatalog entstiegen. Beneidenswert.
Auch wenn das Netlabel Corpid Extra und dieses Blog auf dem selben Server liegen, haben sie eigentlich nichts miteinander zu tun. Man soll ja schließlich Privates und Geschäftliches auseinander halten.
Trotzdem muss ich aus purer Begeisterung hier schonmal auf die erste Veröffentlichung nach längerer Pause hinweisen und spendiere einen exklusiven Vorgeschmack auf die Releasenummer 022 (Lucky Misu – “Remixed”):
Als ich gestern in der Mittagpause bei Lidl an der Kasse stand, gab es plötzlich einen lauten Knall, die Decke bog sich nach unten und sämtliche an der Decke hängenden Preisschilder pendelten hin und her. Zudem war mir, als hätte ich einen Blitz gesehen. Nachdem ich zuerst einen Flugzeugabsturz vermutete und in Panik aus dem Gebäude stürmen wollte, entschied ich mich dann doch, vorher meine eingeschweißten Chicken-Sandwiches pflichtbewusst zu bezahlen und vermutete Handwerker auf dem Dachboden der Filiale, denen vermutlich eine schwere Kiste aus den Händen gerutscht war.
Doch gerade eben lese ich, dass dieser Knall in ganz Niedersachsen zu hören war. Einen Überschallknall habe ich irgendwie anders in Erinnerung. Spooky. Hat sonst noch jemand was gehört??
Ich bin wirklich kein Sade-Fan, aber das zu diesem Song gehörende Album “Love Deluxe” ist in seiner hypnotischen Eleganz ein Meisterwerk der Popmusik. Wer Sade für dahinplätschernde Bar-Musik hält, muss diese Platte laut hören: Der dicke, warme Bass und die vielschichten, aber präzisen Beats, garniert mit himmlischen Ambient-Klängen, pusten den Hörer auf Wolke 7.
21:30 in Meerbusch: Der Tag ist noch jung (genügend Zeit, nochmal zum Cruising-Parkplatz nach Düsseldorf zu fahren, Freunde anzurufen oder einen neuen Mix zu machen).
21:30 in Minden: Duschen, Zähne putzen, schlafen gehen.
Lange nicht mehr so sehr wie ein Teenager gefühlt, wie heute im Zug, als mir die Halstuch tragende Mittfünfzigerin (Typ Religionslehrerin) von der anderen Seite des Gangs mit bösem Blick auf die Schulter klopfte.
Ziemlich kurze Liste dieses Mal. Dafür aber alle vier Hits das ganze Wochenende hoch- und runtergehört:
Roisin Murphy – Overpowered (Seamus Haji Remix)
Cloud Kickers feat. Marcus – Bring on the night (Rocco Trodeep Remix)
Roland Appel – Dark Soldier/Changes
Marcus Worgull feat. Mr White – Spellbound
Bei einer nächtlichen Autofahrt durch die Niederlande wird Radio urplötzlich wieder zu einem spannenden, inspirierendem Medium. Neben der für ein so kleines Land unerhört großen Anzahl von Sendern, erfreut vor allem die Stilvielfalt der niederländischen Radiolandschaft: Beim Durchskippen der Frequenzen hört man nur selten die größten Hits der 80er und 90er und das Beste von heute; stattdessen ertönt Jazz, Disco, Italo (auf gleich mehreren Kanälen), House, Gabba – und selbst Trance wirkt hier plötzlich frisch und aufregend. Doch kaum über die Grenze, wird man wieder von der sich niemals ändernden Musikauslegeware deutscher Radiosender in die Verblödung getrieben…
Heute zum ersten Mal nach 20 Uhr einkaufen gewesen. Gab sogar noch Grillfleisch an der Fleischtheke, wogegen die Salatbar nicht mehr besonders frisch aussah. Muss man auch erstmal verinnerlichen, dass man nach Feierabend nicht mehr unter Zeitdruck durch den Supermarkt zu hetzen braucht (wie hat das eigentlich damals funktioniert, als die Geschäfte um 18 Uhr schlossen??).