Urlaubsnotizen
Der (vermutlich) dänische Familienvater (von A. als Klemmschwester verdächtigt, aber wahrscheinlich wollte er mich nur trösten) mit der hübschen blonden Frau und den beiden Kindern: Eine Familie wie aus dem Versandhauskatalog! Wer hätte gedacht, dass sich unter dem karierten Hemd ein derart wohlgeformter, braungebrannter, behaarter Oberkörper befindet? Ihm zum Abschied im Schutze der Dunkelheit eine Flasche Wein auf die Bungalow-Terrasse gestellt (lange nicht soviel Herzklopfen gehabt, wie bei dieser Schulmädchenaktion).
Spanische Männer machen sich scheinbar sogar für das nächtliche Dünen- und Autocruising chic, sind ansonsten dabei leider ziemlich zurückhaltend (bloß im Schutz der Dunkelheit bleiben, am besten gar nicht erst aus dem Auto steigen (und, wenn man sich mal mutig neben dem Fahrerfenster in Stellung bringt, den Motor anlassen und wegfahren) und sich – falls es tatsächlich zum eigentlichen Akt kommen sollte – ins hinterste Buschland zurückziehen (wogegen man es auf Deutschlands Autobahnraststätten – besonders im Ruhrgebiet – ja auch bei Tageslicht gerne schonmal auf den bereitgestellten Tischen und Bänken treibt)). Den Lustschrei eines spanischen Stieres tatsächlich zuerst für ein röhrendes Kamel gehalten.
Ich mausere mich offensichtlch zur Oberschwuppe: In einer Woche drei Parfums gekauft! Apropos kaufen: Am liebsten täglich bei Carrefour einkaufen (auch wenn das Sortiment im Grunde nicht sonderlich vom hiesigen real-Kauf abweicht, aber im Ausland findet man ja immer alles viel toller als zuhause). Immerhin liegen im Badezimmer nun spanische Seife, Zahnpasta und Duschgels für extra Urlaubsfeeling en casa.
Das Nach-Hause-Kommen fällt immer schwerer.
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Kunden, die