Constantin Gillies – Extraleben
Das Cover sagt ja eigentlich schon alles: Wer mit einem Commodore C64 aufgewachsen ist und im Vorabendprogramm “Ein Colt für alle Fälle” und “Simon & Simon” (mit dem geilen Pornoschnäuzer) gesehen hat, wird sich in diesem Buch zuhause fühlen.
Die beiden Nerds Nick & Kee, heute Mitte 30 aber geistig immer noch in dern 80ern, finden in einem uralten 8bit-Spiel ein Easter Egg, das auf eine internationale Geheimorganisation hinweist. Spontan verlassen Sie ihre Heimat, eine mittelgroße deutsche Stadt, und fahren quer durch die USA, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen. Dabei kommen sie durch den Geburtsort von Roseanne Barr, entdecken einen Atari-Friedhof und schwelgen in Erinnerungen an alte Computerspiele, Twin Peaks und Akte X.
Und wenn man kurz vor Ende des Buches, wenige Minuten vor dem Heimflug von L.A., schon glaubt, dass die beiden in der deutschen Heimat unsanft auf dem Boden der Tatsachen aufschlagen werden, kriegt man sich vor Freude über das haarsträubende Ende gar nicht mehr ein und wünscht sich auf der Stelle eine Fortsetzung.
Ideale Feierabendlektüre (Leseproben gibt es übrigens hier)!
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