Pet Shop Boys – Actually
Eigentlich hätte ich 1987, als ich diese Platte zu meinem 11. Geburstag geschenkt bekam, weil ich die Pet Shop Boys bei Formel 1 gesehen hatte, gleich wieder mit dem Musikhören aufhören können – denn besser ist nie wieder ein Album auf dieser Welt geworden.
Vom ersten bis zum letzten Song nur perfekt produzierte Hits mit grandiosen Texten, fluffigen Beats und Ohrwurm-Melodien, die man nie wieder vergisst. Selbst heute klingt dieses Album noch so frisch, als wäre es gerade erst erschienen, hört man Sounds, die vorher und nachher nie wieder ein Produzent erschaffen hat. Und erst heute wird klar, wie weit die Pet Shop Boys damals ihrer Zeit voraus waren, denn mit 80er-Synthi-Pop hat dieses Album wirklich überhaupt gar nichts zu tun!
Schon der Opener “One more chance” ist ein getarnter Chicago-House-Track, gleich im Anschluss folgt “What have I done to deserve this”, das umwerfende Duett mit Dusty Springfield, danach das mitreißende “Shopping” mit irrem Vocoder-Refrain – noch heute ein Klassiker. Auf der B-Seite fanden sich dann die unglaublichen Balladen “It couldn’t happen here” und “King’s Cross”, auf welchem ein Sinfonie-Orchester und elektronische Beats Hand in Hand einhergehen – schöner geht es nicht mehr! Und dazwischen noch die Hits “Heart” und “It’s a sin”.
Popmusik in Perfektion vom ersten bis zum letzten Ton. Eigentlich könnte ich bis zum Lebensende nur noch diese Platte hören.
Und weil ich bis eben gar nicht wusste, dass es dazu überhaupt ein Video gibt, hier noch das fantastische “King’s Cross” (vielleicht der beste PSB-Song aller Zeit, obwohl niemals als Single veröffentlicht, und erst kürzlich von Tracey Thorne gecovert):
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