Medaillenspiegel in Peking
Wenn man sich den Medaillenspiegel der Olympischen Spiele in Peking nach 91 von 302 Entscheidungen genau anschaut, steht die Deutsche Mannschaft gar nicht so schlecht da: Mit bisher 8 Goldmedaillen auf Platz 3 hinter China und den USA ist ja schonmal ein vorzeigbares Ergebnis – und wenn man dann noch berücksichtigt, dass von den 14 goldenen US-Medaillen alleine schon 6 von einem einzigen Sportler (Schwimmer Michael Phelps) errungen wurden (wie er das geschafft hat, wollen wir hier mal außen vor lassen), wird der erste Eindruck noch weiter entzerrt: Ohne Michael Phelps hätte Deutschland also genau so viele Goldene wie die USA. Wenn nicht so viele deutsche Medaillenhoffnungen bereits vorzeit an ihren Nerven oder gescheitert wären (ich denke hier z.B. an die Schützen, Joduka oder auch Fabian Hambüchen), wäre Platz 2 in der Gesamtwertung eine absolut realistische Vorstellung.
Überraschend für mich ist das bisher ziemlich schlechte Abschneiden der russischen Delegation: Mit erst 3 Goldmedaillen ein magerer 8. Platz im Medaillenspiegel. Was ist denn da passiert? Aber vielleicht werden die Platzierungen mit den heute beginnenden Leichtathletikwettkämpfen auch noch einmal durcheinander gewürfelt.
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