Sten – The Essence: Klar, von Peter Kersten kommen keine wirklich schlechten Tracks, doch während die technische Qualität seiner Produktionen im Vergleich zu seinen alten Platten immer besser wird, wirken die Kompositionen leider ziemlich uninspiriert. Das beste Stück, Daylight, kennt man schon von der Groove-CD.
Shed – Shedding the past: Bombastisches Techno-Epos für große Räume, passend also zur Berghain-Architektur. Minimal geht definitiv anders. Haut mich aber trotzdem nicht wirklich vom Hocker. Das beste Stück, Estrange, erinnert mit seinem Breakbeat und den tragischen Melodien an alte Warp-Klassiker.
Heartthrob – Dear painter, paint me: Überraschung – ich mag eine M_nus-Platte. Das Album erfüllt die Erwartungen, die ich eigentlich eher an Sten hatte. Düster-romantische und gleichzeitig eiskalte Minimaltracks mit ungewöhnlichen, um die Ecke gebogenen Sounds und Melodiebögen und trotzdem kickenden Beats.
Morgan Geist – Double Night Time: Die Single Detroit ist auf jeden Fall ein Hit, und The Shore ist auch ziemlich catchy – der Rest des Albums düdelt jedoch leider ziemlich belanglos dahin. Und die Stimme geht mir auf Dauer auch auf die Nerven.
STL – Klangbewegungen: Ist mir unbegreiflich, wie man sich das anhören kann. Das sind die mit Abstand schlechtesten Minimal/Techno/House-Tracks, die ich je gehört habe. Hier geht mir wirklich jeder einzelne Sound auf den Keks. Klingt, als würde jemand, der zum ersten Mal Techno produziert, die ersten Minimal-Tracks von vor 10 Jahren nachspielen wollen. Und haben die Stücke wirklich keinen Bass oder sind meine Files irgendwie kaputt?