Symphonic Shades

Schon wieder Klassik hier im Blog: Das WDR Rundfunkorchester Köln spielt in Begleitung des Filmharmonischen Chors Prag (heißt der wirklich so?) unter Leitung des Dirigenten Arnold Roth die Musik alter C64- und Amiga-Spiele, allesamt aus der Feder von Chris Hülsbeck. Alleine beim Anblick des Konzertprogramms kommen vermutlich jedem, der jemals einen der beiden Commodore-Computer besessen hat, die Freudentränen:

01. »Grand Monster Slam (Opening Fanfare)«
02. »X-Out (Main Theme)«
03. »Jim Power in Mutant Planet (Main Theme)«
04. »Tower of Babel«
05. »Turrican 3 – Payment Day (Piano Suite)« mit Jari Salmela
06. »Gem’X (Main Theme)«
07. »Apidya II (Suite)«

Pause

08. »R-Type (Main Theme)«
09. »Licht am Ende des Tunnels (Suite)«
10. »The Great Giana Sisters (Suite)«
11. »Tunnel B1 (Suite)« mit Rony Barrak
12. »Symphonic Shades«
13. »Karawane der Elefanten«
14. »Renderings: Turrican II – The Final Fight (Main Theme)« mit Jari Salmela

Mein Highlight ist natürlich die Great-Giana-Sisters-Suite – ein Spiel, das ich heute noch im Geiste durchspielen kann! Mir kommen die Freudentränen! Weitere Infos über das Konzert und den Komponisten, sowie die Möglichkeit, die Konzert-CD zu bestellen, findet man auf Symphonic Shades.

Paper Plane Pilot – “First Flight”

Vor dem Schlafengehen noch schnell über Paper Plane Pilot berichten, bevor die Spreeblick-Nasen wieder hier abschreiben.

In an age of manufactured talent, million-dollar studios and outrageous production budgets, Paper Plane Pilot currently creates and produces music in his modest personal studio.

Hinter Paper Plane Pilot steckt der Kalifornier Dustin Frelich, der unter diesem schönen Namen wunderbaren Elektro-Pop im Stile von Figurine und Lali Puna produziert. Sein Debut-Album “First Flight”, welches er im Alleingang in seinem Schlafzimmer produziert hat, kann man sich auf seiner Homepage herunterladen. Ganz großartig!

Recomposed By Carl Craig & Moritz Von Oswald (Deutsche Grammophon)

2008 ist das Jahr, in dem Techno und Klassik miteinander verschmelzen. Den bisherigen Höhepunkt dieser Entwicklung markiert nun dieses Album von Carl Craig und Moritz von Oswald, welche unter Leitung von Herbert von Karajan aufgenommene Originalaufnahmen von Maurice Ravels Bolero sowie Modest Mussorgskys Bilder einer Ausstellung in das Dubtechno-Gesamtwerk von Basic Channel integrieren.

Das beatlose Intro beginnt auch gleich sehr vielversprechend elegant mit stimmungsvollen Streichern, Flöten sowie leichten elektronischen Akzenten und geht nach circa 6 Minuten in das zweite Stück (Movement 1 genannt) über, in welchem man noch deutlich den bekannten Rhythmus des Boleros erkennt. Im dritten Stück (Movement 2) gesellen sich diesem Rhythmus dann einige Bläser-Loops dazu – und die klingen in meinen Ohren dermaßen nervtötend, dass ich gleich zu Movement 3 weiterskippe. Hier bemerkt man zum ersten Mal, dass man sich ja auch irgendwie in einem Technoalbum befindet, denn elektronische Loops verdrängen die trötenden Bläser. Klingt jedoch leider auch irgendwie ziemlich schwachbrüstig, und auch der sich in Movement 4 dazu gesellende Beat macht das Ganze nicht spannender. Basic-Channel- und Carl-Craig-Fans werden es aber vermutlich trotzdem in den Himmel jubeln.

Im sechsten Stück (Interlude) bin ich aber wieder voll dabei: Der Bolero (oder das, was von ihm übrig blieb) verschwindet, und von ganzen unten schleichen sich dramatische Streicher heran. Da ich das Original nicht kenne, vermute ich, dass es sich hier um Elemente aus Mussorgskys Bilder einer Ausstellung handelt.

Die letzten beiden Stücke (Movement 5 und Movement 6) klingen dann so, wie ich mir die Verschmelzung aus Klassik und Techno vorgestellt habe: Das gesamte Orchester wandert in den Sampler, vorne die Streicher, hinten die Bläser, und dazwischen dudeln die Flöten und Fagotte und irgendwann gesellt sich ganz weit hinten ein dezenter House-Beat dazu. Zum Glück sind diese beiden Highlights des Album mit 13 bzw. über 14 Minuten Spielzeit auch die längsten des Albums, welches somit doch noch ein versöhnliches Ende findet, und vermutlich das erste Techno/Klassik-MashUp sein wird, welches auch unter Klassik-Fans seine Hörer findet.

Sex And The City – Der Film

Heute mal einen DVD-Abend gemacht und endlich den Sex-And-The-City-Film gesehen. Noch beim Einlegen der DVD in den Player hatte ich das Schlimmste befürchtet, denn ich konnte mir nicht vorstellen, wie man sechs Staffeln einer Fernsehserie in einem zweistündigen Film fortsetzen und im Idealfall übertreffen könnte. Doch schon der perfekte Vorspann ließ meine Befürchtungen dahinschwinden: Hier ist es tatsächlich gelungen, 6 Jahre im Leben aller Mädels in jeweils 6 Sekunden zusammenzufassen!

Schnell sind wir dann mitten in der Handlung und sehen, was die Damen heute machen. Alle 4 sehen besser aus denn je und sind, privat wie beruflich, auf dem Gipfel des Erfolges – doch als Carrie und Big auf Druck der Allgemeinheit beschließen, zu heiraten, nimmt das Drama seinen Lauf: Big erscheint nicht zur pompös geplanten Hochzeitszeremonie, Steve betrügt Miranda, Charlotte geht an der Angst, ihr Glück zu verlieren, beinahe zugrunde und Samantha ist nach 5 Jahren Monogamie auf der Suche nach einem frischen Schwanz.

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt eine derartige Achterbahn der Gefühle gefahren bin: Den gesamten Film über ist man zwischen Lachen und Heulen hin und her gerissen – was den Film jedoch zu etwas Besonderem macht, ist die waghalsige Entscheidung, sich auf das Elend der Personen anstatt auf die Witze zu konzentrieren: Nie sah Carrie Bradshaw miserabler aus, wie in ihren Flitterwochen ohne Ehemann, zu keiner Zeit war Samantha so fett wie nach 5 Jahren Treue zu ihrem jugendlichen Liebhaber und Charlotte scheißt sich tatsächlich in die Hose. Die ergreifendste Szene des Films gehört jedoch Steve und Miranda (die beiden sind für mich übrigens immer noch das wahre Traumpaar der Serie), die sich am Sylvesterabend nicht dazu überwinden können, sich zu vergeben.

Die Ausstattung des Films lässt einem zudem in jeder Szene die Augen übergehen: Die Appartements sind bis ins kleinste Detail durchgestylt, die Outfits pompöser und alles ist untermalt von einem Hochglanz-Soundtrack (inkl. Rhythm & Sound im Soundstream Remix!) – und zwischendurch gibt es immer wieder kleine, augenzwinkernde Anspielungen auf die TV-Serie. Ich wünschte, diese würde nun doch noch weitergehen… zu erzählen gibt es anscheinend immer noch eine Menge.

C.B. Funk – “Subway to Cologne”

Neben John Roberts’ “Hesitate”-EP auf Dial ist das hier die House-Platte der Herbstsaison 2008: Der Titel-Track stampft in gemächlichem Tempo wie ein mürrischer Elefant vor sich hin, schwurbelt sich dank hypnothischer Chords, eines stark gefilterten kurzen Vocal-Loops, im Hintergrund jauchzender Kinderstimmen sowie eines traurigen Flöten(?)-Samples in ungeahnte Höhen (oder vielleicht besser Tiefen, ist ja schließlich eine Deep-House-Platte). Gerüchten zufolge verbirgt sich hinter C.B. Funk übrigens eine Hälfte von Arto Mwambé. Erschienen ist “Subway to Cologne” auf einem neuen Label namens Story.

Anhören  kann man sich die Track u.a. bei juno.

Indisches Restaurant in Minden – Maharaja

Ich hatte gerade das vermutlich beste Essen meines Lebens: Falls sich tatsächlich mal ein Leser dieses Blogs nach Minden verirren sollte, dann bitte das indische Restaurant Maharaja aufsuchen. Wir hatten Chicken Vindaloo (Hühnerbrust mit Kartoffeln), Chicken Mughlai (Hühnchen in Chashew-Mandel-Soße) sowie Karahi Chicken (Hühnerfleisch gebraten in Zwiebeln, Ingwer und Paprika), alles extrascharf gewürzt – ich hätte mich in das Essen geradezu reinsetzen können. Das neue Gäste am Nachbartisch fragen, was wir denn da Leckeres auf dem Teller hätten, ist mir vorher übrigens auch noch nicht passiert. Mjamm…

Deep House Mix: Precious Little Diamonds

Bevor morgen meine 2-wöchige Testversion von Ableton Live ausläuft, noch schnell diesen Deep-House-Mix gemacht. Ziel des Mixes war es nicht, aktuelle Hits, die schon in allen anderen House-Blogs und Podcasts rauf und runter gemixt wurden, aneinander zu reihen. Stattdessen habe ich einige selten gehörte Perlen aus den Tiefen meiner Festplatte herausgesucht:

01. The Black Dog – Train By The Autobahn (Part 3)
02. Steve O’Sullivan – Cheques Not Accepted
03. Rhythm Maker – Consequence
04. Westpark Unit – Bad Weeds Grow Tall
05. Baaz – Couple Of Minutes
06. Dubbyman – Arrecifes De Coral
07. Jennifer Mayanja – Time Waits For No One
08. Veronique – Beautiful (Aaron Carl Remix)
09. Skin – Nothing But (Ricky L Remix)
10. DJ Jus-Ed feat. Madifi Pierre – Unbelievabely Beautiful
11. Paul Frick feat. Crawford – Steal My Heart

Download: beingboring – Precious Little Diamonds (87,5 MB)

Geburtstagsparty

An Abenden wie gestern wird einem mal wieder bewusst, wie selten man seine Freunde sieht, obwohl sie nur eine Stunde entfernt wohnen. Obwohl: Die Herrschaften aus der Großstadt könnten sich auch ruhig häufiger mal hier in die Provinz trauen. Allerdings verlässt der Großstädter ja nur ungern sein urbanes Revier. Da fragt man sich, wer der eigentliche Provinzler ist?!

Gestern hatten wir aber mal wieder alle Spaß. Nicht zuletzt aufgrund dieses wunderbaren Tapas-Buffet vom Spanier unseres Vertrauens:

Gutscheine kann man ja nie genug bekommen, deswegen fahren wir sicher bald mal ins Sea Life nach Hannover:

Partyspaß 2.0 mit dem Freundeskreis, der social-community-mässig eher vorsintflutlich unterwegs ist, ist übrigens das gemeinsame Ablästern über Hochzeitsfotos und Bewerbungsfotos ehemaliger Schulkameraden bei studiVZ, Xing und Konsorten. Doch auch die älteren Semester hatten sichtlich ihren Spaß.

Mehr Fotos bei flickr.

Meine neue Brille

Hilfe!

Weiß einer der werten Leser vielleicht, warum hier im Blog quasi über Nacht keine Umlaute mehr angezeigt werden? Für einen kleinen Tipp wäre ich wirklich sehr dankbar! :-(

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