Bloom

Hey, ich spiele Ambient-Musik auf meinem ipod Touch. Das ist doch endlich mal eine tolle Applikation: Bloom von Ambient-Altmeister Brian Eno und Software-Designer Peter Chilvers. Klingt über die Steroanlage übrigens wirklich gut. Könnte ich stundenlang mit rumdudeln.

Erster Mix mit Ableton Live

Den Sonntag damit verbracht, mir endlich mal Ableton Live zu Gemüte zu führen. Nachdem ich das Konzept dann einigermaßen durchschaut zu haben glaubte, habe ich diesen kleinen DJ-Mix aufgenommen:

Mein erster Live-Mix

Spontane Trackauswahl ohne Konzept, deswegen gibt es auch kein Tracklisting. Also viel Spaß beim Raten.

Vochtige Streken

In den Niederlanden ist alles etwas kleiner als in Deutschland, das erkennt man schon an den Pferden am Rande der Autobahn: Die sind alle höchstens hüfthoch.

Amsterdam ist eine ziemlich schrullige Metropole. Erste Hürde: Die Fahrt mit der Straßenbahn. Ticketautomaten sucht man vergebens, stattdessen muss man sich im nächsten Kiosk eine Strippenkaart kaufen. In jeder Bahn gibt es dann sage und schreibe zwei Schaffner, bei denen man beim Einsteigen diese Strippenkaart abstempeln lassen muss: Die erste Zone kostet zwei Streifen, jede weitere Zone einen weiteren Streifen. Vorne einsteigen ist Pflicht, Schwarzfahren so gut wie unmöglich!

Dafür blickt einem von sämtlichen Litfaßsäulen der Stadt ein vertrautes Gesicht entgegen: Ganz Amsterdam ist zugekleistert mit Plakaten von Charlotte Roche, die für ihr Buch Vochtige Streken werben. Ich vermute, die Frau hat finanziell bis an ihr Lebensende ausgesorgt.

Die Stadt selbst ist dann ein Irrgarten aus kleinen Gassen und Grachten, Nutten in Schaufenstern (fein säuberlich nach sexuellen Vorlieben getrennt (dicke Nutten, schlanke Nutten, farbige Nutten, weiße Nutten und Transen-Nutten)), Coffeeshops (fast wäre ich in Versuchung geraten, einen Cannabis-Lolly zu kaufen), in einem Second-Hand-Laden ausgewaschene Ralph-Lauren- und Hilfiger-Hemden für 12,50 Euro/Stück erstanden und schließlich zum Stärken asiatische Restaurants in Hülle und Fülle (in zwei Tagen indisch, indonesisch und malaysisch essen gewesen – köstlich!). Zur Entspannung nach der Shopping-Tour dann noch in die Thermos Day Sauna, in welcher es allerdings auch nicht spannender als in deutschen Etablissements dieser Art zugeht. Aber immerhin war es voll.

Leider nicht so toll: Bed & Breakfast via ebab: Die vermutlich aus der Karibik stammende Vermieterin war zwar äußerst nett und hilfsbereit und chauffierte uns in ihrem Golf samt gesprungener Windschutzscheibe sogar zu unserem Auto (welches wir aufgrund der prekären Amsterdamer Parkplatzsituation ca. 5 km vom Appartement entfernt parken mussten), ohne sich an irgendwelche Verkehrsregeln zu halten (falschrum durch diverse Einbahnstraßen, mit dem Auto über den Radweg und quer über eine Rasenfläche, um zur nächsten Seitenstraße zu gelangen) – doch leider war die Heizung in der Wohnung abgeschaltet, heißes Wasser gab es auch nicht und das Bad war ein Abenteuer für sich: Eine Duschwanne gab es nicht, und der Abfluss des Waschbeckens führte in den Ausguss in der Mitte des Badezimmers, welcher auch als Duschabfluss genutzt wurden. Ich konnte mein Zahnputzwasser also auch ganz praktisch auf den Fußboden anstatt ins Waschbecken rotzen – kam ja eh auf’s gleiche raus. Also beim nächsten Mal doch lieber wieder ins Hotel!

Bed & Breakfast

TRG – Put You Down / Broken Heart (HES001)

Könnten bitte alle Dubstep-Tunes so furztrocken sein, wie diese beiden Monster auf Hessle Audio? Zumindest vom Tempo her ist das hier eigentlich Drum & Bass und die Beats kicken vertrackt und trotzdem funky wie zu besten Photek-Zeiten. Oben drüber reichen ein souliges Vocal-Sample und wenige hingetupfte Chords, um mich so zu begeistern, wie es seit langem kein Stück Musik mehr geschafft hat. Und sowas kommt aus Bukarest!? Mindestens genauso gut sind auch die Remixes von Martyn und Ramadanman auf HES004. Welch eine grandiose Entdeckung, dieses Label!

Anhören bei last.fm: Broken Heart

It’s A Musical – The Music Makes Me Sick

Von Corpid zu Morr Music – da sage noch einer, Netlabels wären kein gutes Karrieresprungbrett! Bobby Baby lebt ja schon seit längerem in Berlin und hat nun nach dem “Bobby & Blumm”-Album, das sie gemeinsam mit F.S. Blumm auf dem Mutterlabel rausgebracht hat, auch auf dem 7″-Sublabel A Number Of Small Things eine Platte veröffentlicht.

Auf “The Music Makes Me Sick” kotzt sich Bobby alias Ellinor Blixt gemeinsam mit Robert Kretzschmar, der mit ihr das Duo “It’s A Musical” bildet, in überschwänglichem Harmoniegesang über Pop-Alltagsware aus und man möchte am liebsten sofort mit einstimmen, wenn man denn so schön singen könnte. Die B-Seite finde ich leider ziemlich öde und kann mich auch nach zweimaligen Hören nicht an den Song erinnern, aber dafür ist die A-Seite ein Ohrwurm wie aus dem Lehrbuch.

The Killers – Human

Langhaarige Rocker-Typen hier im Blog?!? Der einzige Song, den ich bisher von The Killers kannte, war ein Pet-Shop-Boys-Remix. Und so hielt ich auch diesen Titel hier zunächst für eine Neubearbeitung – doch anscheinend handelt es sich tatsächlich um das Original, ein Geschenk direkt aus dem Pop-Himmel. Ist aber auch kein Wunder, denn produziert wurde der Song von Stuart Price, der ja auch Madonnas “Confessions”-Album zu einem der besten Alben aller Zeiten (kein Scherz) gemacht hat. Man stelle sich eine Kreuzung aus Johnny Cash und den Pet Shop Boys vor, dann ist man dem Ergebnis schon sehr nahe.

Schön übrigens auch der Refrain: “Are we human or are we dancer?” – würde sich auch gut als Titel der nächsten M_nus-Werkschau machen.

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