Songs of the last weekend

Seitdem ich stolzer Besitzer nicht nur einer, sondern gleich zweier Kreditkarten bin, gebe ich auch gerne mal wieder Geld für Musik aus. Denn bei Beatport einen Euro und ein paar Cent für einen Track, der mir wirklich gefällt, auszugeben ist doch bedeutend praktischer, als stundenlang bei Soulseek danach zu suchen und zu warten, bis man in der Warteschlange ein paar Plätze nach vorne gerückt ist. Und beim Durchhören stößt man dann doch auch mal auf die eine oder andere Perle, die nicht auf Resident Advisor und Konsorten abgefeiert wurde. Hier eine kleine Auswahl meiner Einkäufe:

Tensnake – Keep Believin (Endless Flight):
Tensnake ist der Italo-Disco-Gott aus Hamburg und diese EP ist das Beste, was ich seit langem gehört habe. Congolal und der Titeltrack klingen so dermaßen spacig und gut gelaunt, dass es keinen besseren Soundtrack für diesen ersten sonnigen Abend des Jahres auf dem Balkon gab.

John Daly – This Is a Lonely Beat [Drumpoet Commmunity]:
Der Track lief neulich nachts bei Klaus Fiehe auf Einslive, als ich auf dem Weg vom Flughafen nach Hause war. Absoluter Hochglanz-House-Tune mit einem tragischen Vocal-Sample, das mich eher an Drum & Bass erinnert, und ich war etwas überrascht, dass er von John Daly ist, den ich eher mit schmutzigeren Lofi-Tunes assoziiert hatte. So kann man sich irren.

Woolfy vs Projections – Absynth (Marcus Worgull Mix) [Permanent Vacation]:
Das ist die perfekte Symbiose aus Deep House und Italo Disco: Ein House-Beat in gemäßigten Tempo wird umgarnt von einer Italo-Bassline, klebrig-süßen Synth-Tupfern und einer Wahwah-Gitarre und zwischendurch gibt es noch sanfte männliche Vocals. Könnte ich mich reinsetzen, in den Song.

CK-TWO – Sawmill Woodworm EP (Koax):
Von dieser EP mit 8 Stücken ist leider nur der Undr-P-Remix interessant, doch dessen warmen Bass und die traumhaften Synthie-Flächen Melodie-Fragmente könnte ich den ganzen Tag hören. Unauffällig, aber wunderschön.

Motor City Drum Ensemble – Raw Cuts #3/#4:
Himmel, #3 ist eine Bombe: Ich stelle mir vor, wie ein DJ im richtigen Moment mit diesem Track von Motor City Drum Ensemble eine Tanzfläche in Schutt und Asche legt. Und das liegt nicht nur an der mächtigen Kickdrum und den gefilterten Orgel-Chords, die erstmal Spannung aufbauen, sondern vor allem an diesem phänomenalen Frauen-Vocal-Sample, dass erst in der zweiten Hälfte des Tracks eingefädelt wird (woher stammen eigentlich all diese Vocal-Samples? So langsam müsste doch jede Gesangszeile jeglicher Soul-Diven dieser Welt durch die Sampler gejagt worden sein?!). Passt bestimmt super zu “Subway to Cologne” und der John-Roberts-EP auf Dial. Und sowas kommt nicht aus Detroit, sondern aus Stuttgart!

G-20-Gipfel in London

Wäre ich zwei Wochen später nach London gereist, hätte ich einen Logenplatz beim G-20-Gipfel, der dort in dieser Woche stattfindet und könnte direkt vom Wohnzimmer meines Gastgebers über das Royal Victoria Dock hinweg ins Excel-Center blicken, in welchem das Treffen der ranghöchsten Politiker stattfindet.

Das wäre sicherlich ein kuscheliger Tag geworden, denn die Anwohner der Docklands dürfen an diesem Tag ihre Wohnungen nicht verlassen, da das Gebiet weiträumig abgesperrt wird, um demonstrierende Globalisierungsgegner von Barak Obama und Co. fernzuhalten.

Zur Zeit werden das Wasser und die Kanalisation von der Polizei durchsucht, die Wohnungen werden sicherlich auch noch genauestens unter die Lupe genommen.


Pet Shop Boys – “Yes”

Nachdem das neue Album der Pet Shop Boys namens Yes
ja auf allen Kanälen in den höchsten Tönen gelobt wurde, gebührte ihm die Ehre, mein allererster iTunes-Download zu sein (ja, ich war schon immer ziemlich spät). Gestern und heute dann mehrere längere Autofahren genutzt, um das Werk in voller Länge und bei angemessener Lautstärke (mehrmals) durchzuhören – und bin doch ein wenig enttäuscht.

Natürlich gibt es – und das scheint ein Naturgesetzt zu sein – niemals wirklich schlechte Lieder von den Pet Shop Boys, doch ein wahres Highlight ist hier weit und breit nicht in Sicht. Auf dem letzten Album “Fundamental” gab es mit “Minimal” einen der tollsten Pet-Shop-Boys-Hits ever, auf “Release” gab es “Home and dry” und selbst “Nightlife” und “Bilingual” erscheinen mir mit 10 Jahren Abstand als Aneinanderreihungen großartiger Hits – doch auf “Yes” sticht kein einziger Song wirklich hervor. Ich überlege allerdings noch, ob es vielleicht daran liegt, dass das komplette Album vielleicht einfach zu perfekt produziert ist.

Die Songs, die sich dann doch in mein Gedächtnis eingebrannt haben (was man daran erkennt, dass ich sie nun schon seit Tagen immer wieder höre) sind “Did you see me coming?” (ein ziemlich gutgelaunter Disco-Stampfer) und das eher melancholische, aber trotzdem recht druckvolle “The Way it used to be”.


Frühlingsanfang in London


Ein Appartement mit Balkon in einem der oberen Stockwerke wäre schon nicht übel, auch wenn die Nachbarschaft eher weniger glamourös ist – aber das sieht man ja von da oben nicht.


Frühlingsanfang in Greenwich
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Wie mir aus für gewöhnlich gut unterrichteten Londoner Kreisen mitgeteilt wurde, werden für Michael Jacksons Konzerte in der O2-Arena bereits Doppelgänger in Gesang und Tanz ausgebildet.


Hätte ich gerade 300 Euro auf der hohen Kante, hinge dieses wunderbare Bild mit niedlichen UFOs über der Londoner Skyline nun über meinem Sofa (gefunden auf dem Greenwich Market).


Mehr Bilder gibt es bei flickr.

bumtschak Bootlegs

Gestern eine ganze CD voller Bootlegs/Mash Ups, die ich zu Beginn dieses Jahrtausend produziert habe, gefunden. Unglaublich, wie viel Zeit ich damals gehabt haben muss! Hier eine kleine Auswahl aus den fast 40 Bootlegs:

bumtschak – Dry Heroin (Pet Shop Boys vs. Superpitcher)
bumtschak – The Boy Will Make Me Crazy (Brandy & Monica vs. Felix)
bumtschak – I Love The Power (Justin Timerlake vs. Snap!)
bumtschak – Hetero Scrubs (TLC vs. ???)
bumtschak – Independent Knuddelmaus (Destiny’s Child vs. Ulrich Schnauss)


Im Arsch

Mein Zeitgefühl scheint total im Arsch zu sein: Heute morgen bereits um 7 Uhr aufwacht und 8 Uhr schon mit dem Haus draußen gewesen, die sonntägliche Ruhe auf den Straßen genossen, danach nochmal ein wenig ins Bett, kuscheln und lesen (Stephen Fry) und danach ein leckeres englisches Frühstück zubereitet – bis hierhin ein perfekter Tag.

Nun komm ich gerade aus der Dusche und stelle fest, dass es 14 Uhr ist und der Hund schon wieder raus muss. WO IST DIE ZEIT GEBLIEBEN?? Ein Phänomen, dass sich leider immer häufiger bemerkbar macht. Kaum freut man sich am Freitagnachmittag auf den Feierabend ist es auch schon wieder Sonntagabend. Man tut kaum etwas und kommt trotzdem zu nichts. Oder ist vielleicht gerade das die Ursache für mein aus den Fugen geratenes Zeitgefühl? Womit wir aber auch schon beim nächsten Problem wären: Wo soll man hier in der Provinz am Wochenende hingehen? Also bleibt man doch wieder vorm Rechner kleben und fragt sich, wieso man plötzlich auf die 40 zugeht.


Hitler gründete ABBA


Wenn man diesem Beitrag glauben darf, dann hätte es ohne Adolf Hitler niemals ABBA gegeben:

While the hit musical “Mama Mia” follows one woman’s search for her father, in real life ABBA singer Frida thought her father was dead until her 30’s. As it turned out, he was a Nazi officer who conceived her as part of Hitler’s Lebensborn program to further the Aryan race.


Pet Shop Boys – Story

Das Cover dieser Pet Shop Boys Compilation namens Story, die am letzten Sonntag der Mail on Sunday gratis beigelegt wurde, ist ja wohl das tollste Plattencover aller Zeiten: Die Pet Shop Boys in all ihren Schaffensphasen!

Die 10 Punkte für das neue Album Yes im SpOn-Review sind allerdings auf Grund von Sätzen wie “‘Love Etc.’ ist eine Single, die es mit ‘Heart’, wenn nicht sogar mit ‘Se a vida é’ (bitte was?! seit wann ist das einer der größten Hits der Pet Shop Boys?!) aufnehmen kann” mit Vorbehalt zu genießen – aber Jan Wigger hatte ja sowieso noch nie Ahnung von Musik, geschweige denn guten Geschmack. Ich hoffe trotzdem mal das Beste, auch wenn mich die drei Hörpoben neben dem Review eher weniger begeistert haben.


Various / Dial – Pyramid Drift (DIAL044)


Haha, ich wusste es: Ich sage ja schon seit Jahren eine Gabba-Platte auf Dial voraus, und diese EP mit vier live im Rahmen der Gala of the Great Pyramid (was immer das ist, selbst Google wusste keine Antwort) aufgenommenen Werken von Momus, Christoph de Babalon, Phillip Sollmann und Arises geht schonmal in die richtige Richtung: Der Tod scheint das zentrale Thema der Platte zu sein, wie man schon unschwer an Tracktiteln wie “What will Death be like” oder “Dead Souls” erkennen kann, und beide Stücke hätte man auch eher auf einem Dead can Dance-Album oder einer Gothic-Compilation vermutet. Christoph de Babalon präsentiert ein sakrales Acapella-Stück (allerdings habe ich den Verdacht, dass im Tracklisting die Stücke von de Babalon und Momus vertauscht wurden?) und einzig und allein Phillip Sollmann (a.k.a Efdemin) steht mit seinem titelgebenden Ambientstück zumindest in der Nähe des typischen Dial-Sounds.

Ganz große Platte, die den aktuellen Trends der elektronischen Musik mal wieder um zwei Ecken voraus ist, bzw. sich einen Scheißdreck um eben diese schert.


Markttag in Enschede

Wem Amsterdam zu groß, zu laut oder einfach für einen Wochenendausflug zu weit entfernt ist, der findet gleich hinter der niederländische Grenze das wunderschöne Städtchen Enschede.

Jeden Samstag findet hier ein Markt statt, auf dem man Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch in allen Farben und Formen kaufen kann, wie ich es in Deutschland noch nie gesehen haben. Da in Enschede 45.000 Studenten leben, gibt es natürlich auch unzählige Cafés, Kneipen und Geschäfte, von denen man in deutschen Kleinstädten nur träumen kann. Und nach dem Einkaufsbummel geht man dann noch in die schönste und sauberste Gay-Sauna der Welt, mit gutem Essen und angeschlossenem Nightclub, um den Tag mit einer saftigen Portion Wellness ausklingen zu lassen. Selbst wenn es spät wird, kann man noch sorglos zurück nach Deutschland fahren und somit unnötige Hotelkosten sparen.

Wohnsiedlung in Enschede: Hier kann man kostenlos parken und bequem zu Fuß in die Stadt gehen.

Im März kann man in Enschede bereits draußen sitzen und endlich mal wieder die Sonne genießen.

Auf dem Markt gibt es Käse, Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch in allen Varianten.

Holländisches Fastfood.


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