Armistead Maupin – Stadtgeschichten
Seit 10 Jahren steht die komplette Serie von Armistead Maupins Stadtgeschichten hier unangetastet im Regal – und erst jetzt entdecke ich, welch ein Schatz sich hinter den bunten Buchrücken verbirgt. Die Stadtgeschichten beschreiben den Lebensstil in San Francisco in den 1970er und 1980er Jahren und erschienen zuerst als Serie in einer Zeitung. So konnte der Autor Armistead Maupin schnell auf aktuelle Ereignisse, wie zum Beispiel die aufkeimende AIDS-Epidemie, reagieren und diese in die Handlung der Stadtgeschichten aufnehmen.
Das erste Buch dieser siebenteiligen Serie beginnt mit der Ankunft von Mary Ann Singleton, einer jungen naiven Frau aus Cleveland, Ohio, in San Francisco. Sie findet eine Wohnung in der Barbary Lane 28, einem Haus, welches sich in Besitz der exzentrischen, cannabiszüchtenden Anna Madrigal befindet. Mary Ann freundet sich mit den anderen Mietern des Hauses, zu denen die bisexuelle Hippiefrau Mona Ramsey, der heterosexuelle Schürzenjäger Brian Hawkins, der unheimliche und gerissene Dachbewohner Norman Neal Williams, sowie Michael Tolliver, dem sympathischen Schwule. Über das Haus hinaus begleiten Liebhaber und Freunde Mary Ann durch ihre Abenteuer in San Francisco. Außerdem geben uns Edgar Halcyon, der Chef einer Werbeagentur und Boss von Mary Ann und Mona, DeDe Halcyon-Day und ihr intriganter bisexueller Gatte Beauchamp Day einen Einblick in die wohlhabendere kalifornische Gesellschaftsschicht, deren Leben jedoch über Frau Madrigals Mutter, eine Bordellbesitzerin, mit den Bewohnern des Hauses in der Barbary Lane durchaus eng verknüft ist.
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