Nov
21
2009

Diese EP von Gareth Munday a.k.a. Roof Light auf Styrax habe ich mir schon vor einer ganzen Weile gekauft, jedoch vollkommen vergessen, sie hier im Blog vorzustellen – dabei gehört sie mit Abstand zu den besten Releases der letzten Jahre. Denn viele haben versucht, den Sound von Burial zu imitieren – doch diese 4 Tracks auf der In Your Hands EP sind wahrlich die einzigen weit und breit, die sich mit der Musik der Hyperdub-Stars messen können.
Roof Light kombiniert Dubstep mit Ambient-Texturen und deepen Dubtechno-Chord und packt obendrauf gerne Vocal-Samples, wie man sie sonst eher aus Deep-House-Tracks gewohnt sind. Vier rundherum perfekte Stücke und der perfekte Soundtrack für eine verregnete Nacht in der Großstadt.
Nov
18
2009

Ich bin mir ziemlich sicher, dass in 2 Jahren alle amerikanischen R’n'B-Songs wie diese Tracks von Guido auf dem Label Punch Drunk klingen werden: Die Frauenvocals durch den Vocoder gezogen, messerscharfe Lazer-Bässe und darunter vertrackte Dubstep-Beats. Und die Lyrics sind auch schon wie für Beyoncé
, Rihanna und Konsorten geschaffen: “Pedicure, Pedicure, Is this what I’m living for?”. Fett!
Nov
18
2009

Sven Weisemann ist ein Phänomen: Bekannt wurde er durch filigrane Dubtechno-Veröffentlichungen, in seinen DJ-Sets irritiert er das Publikum mit discoiden Houseplatten und auf youtube sieht man ihn an einem E-Piano süßliebliche Neoklassik interpretieren.
Spätestens seit sich Sven Weisemann auch auf seinen Platten zu seiner Vorliebe für klassische Musik bekennt, bin ich Fan. Seit gerade erst erschienenes Album Xine
habe ich leider noch nicht gehört, doch wenn es nur ansatzweise so majestätisch wie diese EP wird, ist es schon jetzt ein Klassiker der elektronischen Musikgeschichte. Die Platte beginnt mit Xine Light, einem kurzen Pianostück mit zarter Streicheruntermalung. Xine Rising beginnt mit ethärischen Chords, zu denen sich nach einiger Zeit ein zarter Housebeat gesellt, der mit sparsamen, aber dafür umso dramatischer platzierten Klavierakkorden garniert wird. Wer hier denkt, es könnte nicht mehr besser werden, der irrt: Im 11-minütigen Titelstück Xine Zero zieht Sven Weisemann nämlich alle Register seines Könnens: Ein House-Rhythmus im Stile eines Chez Damier dient als Fundament für zarte Dubchords und Weisemanns Klavierkünste, die hier voll zur Geltung kommen. Oben drauf gibt es noch ein nur kurz angerissenes, doch zum Träumen anregendes Saxofonriff, das man zwar schon von seiner Light Soil EP kennt, was aber absolut nichts ausmacht, da es an alte Drum & Bass Tracks erinnert, was heute leider viel zu selten passiert. Und wenn dann am Ende noch die klagenden Streicher ertönen, ist es sowieso um mich geschehen. Für mich mit Abstand die beste Platte des Jahres – wenn nicht des Jahrzehnts.
Nov
16
2009

Grauer Himmel über der Themse.

Miroslaw Balka – The Unilever Series ‘How It Is’.

Selfridges & Co

Galerie in Covent Garden.
Weitere Fotos wie immer bei flickr.
Nov
02
2009

Vor 30 Jahren drückte Komponist Edward Williams eine Handvoll Exemplare dieses Albums den Orchester-Musikern, die auf der Original-Aufnahmen gespielt hatten, als Andenken in die Hand. Jetzt – 30 Jahre später – ist der Soundtrack zu der BBC-Tierdokumentation Life on Earth
endlich für Jedermann zugänglich.
Edward Williams war bereits ein erfahrener Soundtrack-Schöpfer seiner Zeit. Mit einem Orchester-Arsenal bestehend aus Klarinette, Flöte, Harfe und Streicher neben Vibraphon, Marimbas, Keyboards, Percussion und zarten Elektronik-Splittern – gelang es Williams auf famose Weise, das Flattern, Flimmern und die auf uns so merkwürdig wirkenden Eigenarten der natürlichen Welt unseres Planeten zu untermalen.
Mich erinnert die Musik an das famose Album From Gardens Where We Feel Secure von Virginia Astley, das ich bereits vor einiger Zeit hier im Blog vorgestellt hatte. Ganz große Musik!