Guten Rutsch und ein frohes neues Jahr

Die SEO-Falle – Teil 1

Seitdem ich im Intenet unterwegs bin, schätzte ich an ihm vor allem drei Dinge: Zum einen nutzte ich das Internet wie eine Bibliothek; eine schier unerschöpfliche Wissenquelle mit Zugriff auf die Informationen dieser Welt. Zum anderen ist das Internet für mich das ideale Kommunikationsmittel: Als Telefonmuffel bieten mir E-Mail, Skype, gayroyal und Facebook zahlreiche Möglichkeiten, interessante Menschen aus aller Welt kennenzulernen und Kontakt zu alten Freunden zu halten. Der dritte Grundpfeiler meiner Internetliebe besteht darin, dass es kreativen Köpfen die Möglichkeit bietet, ihr Werk schnell und günstig einem großen Publikum zur Verfügung zu stellen: Musiker können ihre Musik als MP3-Datei auf der eigenen Homepage ins Netz stellen, auf einem Netlabel veröffentlichen oder bei Soundcloud hochladen, Schriftsteller und Journalisten veröffentlichen ihre literarischen Werke in eigenen Weblogs und Fotografen stellen ihre Fotos auf flickr zur Schau. Das Internet als digitales Schlaraffenland, an welchem ich mich ausgiebig bediente und gleichzeitig eigene kreative Ergüsse ins Netz stellen konnte. Kommerzielle Angebote schloss ich von Anfang an aus, um kostenpflichtige Online-Offerten machte ich stets einen weiten Bogen – das Internet war für mich ein buntes, und vor allem kostenloses, Mitmach-Netz.

Kaum im Berufsleben zerfiel diese romantische Illusion jedoch zu Staub, musste ich doch feststellen, dass das, was ich am Internet so schätzte, hier nicht gefragt war: Kreativität? Fehlanzeige. Stattdessen zählen Clicks, Conversion Rates und vor allem Umsatz.

Das Fatale: Kein Internetuser kann dieser Entwicklung entfliehen. Auf den vorderen Plätzen der Google-Suchergebnisse stehen nicht unbedingt die Qualitativ hochwertigsten Inhalte, sondern häufig kommerzielle Websites von Anbietern, die a) entweder die Tricks der Suchmaschinenmanipulation kennen oder b) es sich leisten können, derartige Suchmaschinenmanipulierungen zu bezahlen (wobei beide Parteien selbstverständlich nicht von Suchmaschinenmanipulierung sondern Suchmaschinenoptimierung sprechen). Der gewöhnliche Internetnutzer ist sich dessen in der Regel meist gar nicht bewusst: Nichtsahnend schaufelt er durch ahnungslose Mouseclicks cleveren Publishern Geld auf das Affiliate-Konto, während die SEO-Mafia (mehr oder weniger) zahlungskräftigen Unternehmen für horrende Summen Links auf ihren Linkfarmen verkauft. Der Grund für diesen Missstand liegt in der Tatsache begründet, dass die Platzierung auf den Ergebnisseiten der Suchmaschinen noch immer stark von der Anzahl der Backlinks abhängt. Jüngte Entwicklungen lassen jedoch hoffen, dass Google die Bedeutung dieses leicht zu manipulierenden Teil seines Suchalgorithmus in Zukunft mindern und stattdessen weniger leicht zu beeinflussende Rankingfaktoren stärker gewichten wird.

Wie das aussehen kann, erfährt man demnächst im zweiten Teil dieses Blogbeitrages….

Schwule Wohnkultur – Folge 4

Viele Freunde homosexueller Wohnkultur haben sicherlich schon mit Spannung auf neue Höhepunkte der beliebten Serie (Folge 1, Folge 2, Folge 3) schwuler Wohnwelten gewartet. Da ich zwischen den Jahren gerade mal ein wenig Zeit habe, hier nun einige bisher unveröffentlichte Bilddokumente aus den Wohnzimmern schwuler Männer – gefunden auf den blauen Seiten von gayromeo und gayroyal.

Die Zeit läuft ab, könnte man meinen…

Das Pferd hat sicherlich schon einiges zu sehen bekommen.

Das ist vermutlich noch sein Jugendzimmer.

Schutzanzug zum Kücheputzen?

Pitto – Feelin’ (Remixes)

Diesen Track von Pitto auf dem niederländischen Label Rejected finde ich natürlich vor allem wegen des Phil-Collins-Sample aus dessen Song I’m not moving super, denn vor Jahren habe ich selbst von diesem Stück ein Edit produziert, dass leider niemals das Licht der Öffentlicht erblickt hat. District One’s Feelin’ Techno Remix (dahinter stecken Bart Skils & Anton Pieete) lässt dieses Sample glücklicherweise auch intakt und verwandelt das Collins-Stück somit in einen upliftenden Piano-House-Slammer. Ganz klar der Hit der Platte, ich sehe die kreischenden Ibiza-Clubber schon vor meinen Augen. Bei Joris Voorns Can’t Kick This Feelin’ When It Hits Mix fehlt mir dann jedoch das Vocal, wodurch der Track aus der Masse an täglich erscheinenden House-Veröffentlichungen nicht heraussticht und als belanglos eingestuft werden darf.

Lullabies In The Dark vs. Madonna

Vor ein paar Monaten hatte ich schon ein Bootleg mit dem “Miles away”-Acapella gemacht. Als Freund des klassischen A+B-Bootlegs (Acapella + Instrumental) störten mich dabei jedoch die verbliebenen Hintergrund-Vocals von Empire of the Sun.

Als ich nun nach langer Zeit mal wieder das Instrumentalstück Iridium von Lullabies In The Dark hörte (erschienen auf dem wunderbaren Label Permanent Vacation), fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren, dass dieser Song wie angegossen zu den Vocals von Madonna passt. Keine 10 Minuten später war das neue Mashup auch schon erstellt:

bumtschak – Iridium / Miles away (Lullabies In The Dark vs. Madonna)

Gay Party House Mix

Es muss ja nicht immer ultradeep sein: Ein befreundetes schwules Architekten-Paar, das gerne House hört, bat mich, Ihnen einen Mix aufzunehmen. Also habe ich mir während der Aufnahme mit Traktor vorgestellt, in einem Gay-Club aufzulegen. Herausgekommen ist dieser lupenreine, hedonistische Hochglanz-Dance-Mix, der jede CSD-Parade zum Kochen bringen würde: Mit dabei sind u.a. Jody Watley im Ron-Trent-Remix, Hercules & Love Affair in einem Remix von Frankie Knuckles, Masters at Work, aber auch jüngere Produzenten wie Langenberg, Christian Burkhardt, Mountain People und Manuel Tur.

beingboring – Gay Party House Mix

Jahrescharts 2009

Bei der Flut an Veröffentlichungen, die 2009 durch mein itunes gedudelt wurden, sehe ich mich außerstande, die qualitativ hochwertigsten auszuwerten. Deswegen beruhen meine diesjährigen Jahrescharts auf Statistiken: Das sind laut meinem last.fm-Profil die 10 Künstler, Alben und Songs, die ich in den letzten 12 Monaten am häufigsten gehört habe.

Beginnen wir mit den 10 meistgehörten Künstlern: Das Ergebnis ist selbst für mich ziemlich überraschend: Ich habe keine Ahnung, wie Keane und The Killers in die Top 10 geraten sind, Lady Gaga hätte ich dagegen viel weiter oben erwartet.

  1. Pet Shop Boys
  2. Lily Allen
  3. Kettel
  4. Sven Weiseman
  5. Lady Gaga
  6. The Killers
  7. bumtschak
  8. Keane
  9. Michael Jackson
  10. Lawrence

Ein noch verwirrenderes Bild zeigt sich bei den 10 meistgehörten Alben: Vielleicht sollte ich meine mp3-Dateien doch einfach mal richtig taggen, damit nicht so viele Titel durch das Raster fallen?

  1. Pet Shop Boys – Yes
  2. Lily Allen – It’s Not Me It’s You
  3. Keane – Perfect Symmetry
  4. The Killers – Day & Age
  5. Kettel – Myam James 2
  6. Dakota Suite – The End of Trying
  7. Kettel – Myam James Part 1
  8. Virginia Astley – From Gardens Where We Feel Secure
  9. Max Essa – Continental Drift
  10. Masha Qrella – Speak Low (Loewe And Weill In Exile)

Und hier nun die 10 meistgehörten Titel. Diese Statistik kann nicht lügen und ist eindeutig von meiner ersten London-Reise in Februar geprägt:

  1. Lily Allen – I Could Say
  2. Girls Aloud – The Loving Kind
  3. Lady GaGa – Just Dance
  4. Pet Shop Boys – The way it used to be
  5. The Killers – Human
  6. The Killers – Spaceman
  7. Alesha Dixon – Breathe Slow
  8. Pet Shop Boys – Did you see me coming?
  9. Lily Allen – Fear
  10. Girls Aloud – The Promise

Gran Canaria im November/Dezember

Große Versprechungen in den Dünen von Maspalomas.

Wanderung zum Roque Nublo.

Meterhohe Wellen am Playa Meloneras.

Mein Lieblingsort: Das Bett.