Jil Sander, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. März 1996

“Ich habe vielleicht etwas Weltverbesserndes. Mein Leben ist eine giving-story. Ich habe verstanden, dass man contemporary sein muss, das future-Denken haben muss. Meine Idee war, die hand-tailored-Geschichte mit neuen Technologien zu verbinden. Und für den Erfolg war mein coordinated concept entscheidend, die Idee, dass man viele Teile einer collection miteinander combinen kann. Aber die audience hat das alles von Anfang an auch supported. Der problembewußte Mensch von heute kann diese Sachen, diese refined Qualitäten mit spirit eben auch appreciaten. Allerdings geht unser voice auch auf bestimmte Zielgruppen. Wer Ladyisches will, searcht nicht bei Jil Sander. Man muss Sinn haben für das effortless, das magic meines Stils.”

Quelle: Wikiquote.

Im Garten

Adidas Grün – Öko-Sneaker


Dem Frühling sei Dank, konnte ich heute endlich meine Öko-Sneaker aus der Adidas Grün-Kollektion anziehen, die ich im letzten Winter in London in einem Schuhgeschäft namens “schuh”(!) gekauft habe. Dieses umweltfreundliche Sneaker-Modell beruht auf dem Adidas Superstar. Sein Grundmaterial ist vor allem Filz, kombiniert mit grauen, roten und braunen Farbtönen. Die Sohle besteht aus Kork und ins Auge fallen natürlich die knallbunten Schnürsenkel. Wem diese zu schrill sind, kann auf einfarbige, braune Schnürsenkel zurückgreifen, die dem Adidas Grün Sneaker beilagen.

TAKE – YOU ARE, I AM, WE BE MIX 2010

Wo wir gerade bei Onra waren: Hier ist ein Mix von seinem Label-Kollegen Take, der genau wie Onra auf All City Recordings aus Dublin veröffentlicht. Instrumental Hip Hop und Funk der übernächsten Generation. Wie aufmerksame Leser dieses Blogs sicher schon bemerkt haben, stehe ich gerade total auf diesen Sound. Das Tracklisting sieht so aus:

Ernest Gonzales – Self Awakening ( TAKE rmx)
Shlohmo – Antigravity ( LOW LIMIT rmx)
Om Unit – Wonderlust
Daisuke Tanabe – Before i Forget
Clause Four – Better Daze
James Figurine – Blinded By The Light
Sam Spence- Sunken Ship
Return To Forever- Sometime Ago
George Duke – Love
John Cameron- Swamp Fever
Mexicans With Guns – 9_24
The xx – Islands ( NOSAJ THING rmx)
Subway- Mono Chrome
Architeq- Dark Matter
Teebs- Archipelago
Milyoo – Multitude
Jogger- Superman
Take – Soul Particles

Leider kann man sich den Mix nicht runterladen, doch der Soundcloud-Stream tut’s auch:
Take YOU ARE I AM WE BE MIX 2010 by allcitydublin

Onra – Long Distance

Onra (dessen richtiger Name Arno Bernard lautet – also den Vornamen einfach rückwärts lesen, wie clever!) wird meist in einem Atemzug mit Flying Lotus oder Gaslamp Killer als Teil der neuen Produzentenschule aus Los Angeles genannt, die gekonnt Dubstep, Westcoast Hip Hop und Funk miteinander vereint. Allerdings stammt Onra gar nicht aus Kalifornien, sondern ist ein waschechter Franzose aus Paris, wenn auch mit vietnamesischen Wurzeln. Auch musikalisch sticht Onra mit seinen meist ruhigeren Beats und verträumten Melodien deutlich aus dem Kreis seiner kalifornischen Kollegen hervor: Onras Vorliebe für 90er-Jahre Hip-Hop, R’n'B, New Jack und Vintage Synths ist in seinen Stücken deutlich herauszuhören.

Onras “Long Distance EP” auf All City Records ist eine chromglänzende Melange aus Boogie, Modern Soul und Electro Funk. Die beiden Titel Long Distance und High Hopes überraschen mit Vocals von Oliver DaySoul bzw. Reggie B und laufen hier schon seit Tagen hoch und runter: Man möchte seine Rollschuhe aus dem Keller holen und zu Onras Musik unter der Discokugel seine Kreise ziehen. Und für alle, denen die Vocal-Versionen doch zu cheesig sind, gibt es übrigens noch zwei Instrumentals oben drauf. Wer bereits das Toeachizown-Album von Dam Funk liebte, wird auch diese EP von Onra lieben. Das dazugehörige Album – ebenfalls “Long Distance” betitelt – erscheint übrigens im Mai ebenfalls auf All City.

ENVISION : Step into the sensory box

ENVISION : Step into the sensory box from SUPERBIEN on Vimeo.

Tokimonsta

Tokimonsta ist die musikalische Entdeckung des noch jungen Tages: Hip Hop und Downbeat sind normalerweise nicht mein Ding, aber die Tunes von Tokimonsta (aka Jennifer Lee) aus Los Angeles flashen mich gerade total (wie der Hip Hopper wohl so sagt). Gerade ist auf Ramp Recordings das erste Mini-Album von Tokimonsta erschienen, und wer schon auf die Musik der Labelkollegen Zomby und FaltyDL oder auch Dam Funk und Onra steht, wird die Cosmic Intoxication EP lieben. Genauso wie die Music von Tokimonsta stelle ich mir Kalifornien vor: Die Beats rumpeln schroff, aber relaxt dahin, und über allem schweben diese coolen Funk-Licks, zu denen man im offenen Cabrio kalifornische Küstenstraße entlang düsen möchte (aber nur als Beifahrer, damit man den Blick über das Meer gleiten lassen kann).

Mehr Musik von Tokimonsta findet ihr im guten, alten Internet:

Tokimonsta bei Soundcloud

Tokimonsta Brainfeeder Podcast

Mary Cigarettes

Ich bin gerade völlig aus dem Häuschen: Gerade als ich den Computer aus dem Fenster schmeißen wollte, weil das Internet voller schlechter Musik ist, stolpere ich auf Soundcloud über diesen Song von Mary Cigarettes und er singt mir aus der Seele:

all my life i tried to be a really nice guy, but it’s killing me

Lange war meine schlechte Laune nicht so schnell verflogen wie nach diesem Lied. Und dann hat der Typ auch noch einen eigenen youtube-Channel voller selbstgedrehter Lo-Fi-Videos, die wunderbar zu seinen fluffigen Pop-Songs passen. Ist Mary Cigarettes wirklich noch nicht der neue Youtube-Star oder ist der Hype wie so vieles einfach nur an mir vorbeigegangen? Burning bridges that never really mattered ist auf jeden Fall schonmal mein Frühlingshit, und auf Soundcloud kann man auch alle anderen Songs von Mary Cigarrettes gratis runterladen. Und gut aussehen tut er dazu auch noch!

Puma Top Winner

In den Tiefen meines Schuhschranks, bedeckt von einer dicken Staubschicht, fand ich heute dieses wunderschöne Paar Puma Top Winner Retro Sneaker in Braun-Weiß. Der Start in eine neue Karriere als Fashion-Blogger?

Geisterstadt Minden – Neue Fotos

Ich bin heute mal wieder durch die Innenstadt von Minden spaziert und habe einige Fotos geschossen: Verlassene Geschäfte und leere Schaufenster wohin man schaut. Mittlerweile befinden sich in meiner Fotosammlung der Geisterstadt Minden um die 100 Bilder – und die sind wirklich alle in der Mindener Innenstadt aufgenommen worden. Und in den Randbezirken der Stadt sieht es nicht besser aus.
Innerlich habe ich mich längst von Minden verabschiedet, einzig meine bessere Hälfte hält mich noch hier. Doch der desaströse Anblick der Mindener Fußgängerzone schlägt auf’s Gemüt – und wenn man in die Gesichter der Passanten schaut, scheint es den restlichen Bewohnern von Minden nicht anders zu gehen. Zumindest Freunde von “abandoned places” kommen in Minden noch auf ihre Kosten: Weite Teile der Innenstadt erinnern nämlich bereits an die verlassenen Straßenzüge in Detroit oder russische Geisterstädte.

Noch mehr Fotos der Mindenener Innenstadt findet man übrigens in meiner Facebook-Galerie.

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