Die besten Restaurants in Minden


Dass Minden eine Geisterstadt ist, ein Großteil der Geschäfte in der Innenstadt leersteht und es noch nichtmal ein Lebensmittelschäft in der Mindener Innenstadt gibt, habe ich hier im Blog schon oft genug erwähnt. Einer der wenigen positiven Aspekt, die ich Minden noch abgewinnen kann, sind jedoch die Restaurants in der Stadt. Tatsächlich kann man in Minden sehr lecker essen gehen und meine Lieblingsrestaurants möchte ich an dieser Stelle mal vorstellen.
Mit Abstand mein liebstes Restaurant in Minden ist das indische Restaurant Maharaja (Markt 15). Ich habe in den letzten Jahre zahlreiche indische Restaurants von Berlin bis London ausprobiert, aber im Maharaja in Minden schmeckt es mir tatsächlich immer noch am Besten. Da kann selbst ein Londoner Curry-House nicht mithalten. Im Sommer kann man außerdem super auf dem riesigen Balkon, der fast die gesamte Etage umgibt, sitzen.

Bestes griechisches Restaurant in Minden ist das Restaurant Plaka (Simeonstraße 4). Vom griechischen Wirt wird man bei jedem Besuch herzlich empfangen und das Essen ist einfach köstlich. Mit Fleisch wird im Plaka nicht gegeizt: Meistens bestelle ich hier eine Grill-Platte.

Erst vor wenigen Monaten habe ich das Kaffeehaus Özcan Hosgel (Markt 14) entdeckt: Hier gibt es nicht nur einen lecker anzusehenden, freundlichen Wirt, sondern auch Kuchen, Torten und Kaffee – und ein phänomenales Frühstücksbuffet! Wie man am Namen bereits erkennen kann, besteht dieses nicht nur aus Wurst und Käse, sondern es werden außerdem unglaublich leckere mediterrane Backwaren und Salate angeboten. Während das Cafe de l’Opera gleich nebenan wie so viele andere Geschäfte und Restaurants in Minden gerade dicht gemacht hat, muss man im Kaffeehaus zumindest am Wochenende sogar einen Tisch vorbestellen, um überhaupt einen Platz im Restaurant zu bekommen. Sogar an Wochentagen ist das Kaffeehaus ab 9.00 Uhr sehr gut besucht, und jetzt im Sommer kann man endlich wieder draußen auf dem Mindener Marktplatz sitzen.

Das Restaurant Domschänke (Kleiner Domhof 14) ist ein jugoslawisches Restaurant. Auch hier bestelle ich für gewöhnlich eine Grillplatte, dazu gibt es Reis oder Pommes. Die Bedienung ist sehr freundlich und im Sommer kann man auf der Terrasse hinter dem Lokal sitzen und während des Essens den Dom zu Minden bewundern.

Wenn ich Appetit auf türkisches Essen habe, zieht es mich in Minden meistens in das Restaurant Saray (Bäckerstraße 66). “Döner macht schöner” steht hier auf den T-Shirts der Restaurant-Mitarbeiter, und die Qualität der servierten türkischen Spezialitäten liegt weit über einer durchschnittlichen Döner-Bude. Mein Lieblingsgericht im Saray Grill ist Yogurtlu Sis Kebap (Lammfleisch, Joghurt und Fladenbrot mit Sauce).

Malcolm McLaren vs. José Gonzales

Bin ich eigentlich der erste, dem eine gewisse Ähnlichkeit zwischen Malcolm McLarens “Madame Butterfly” und José Gonzales’ “Heartbeats” auffällt? Die Akkordfolge (oder wie man sowas als Musiker nennt) ist in meinen Ohren vollkommen identisch.

Hier das Original von Malcolm McLaren:

Und hier das Imitat von José Gonzales:

Die dreibeinigen Herrscher auf DVD


Gerade entdeckt, dass es Die dreibeinigen Herrscher nun endlich auf DVD gibt! Die dreibeinigen Herrscher liefen irgendwann in den 80er-Jahren mal im ZDF-Nachmittagsprogramm. Allerdings war mir die Serie damals viel zu gruselig, weswegen ich sie leider verpasst habe – und man mag es kaum glauben, aber Die dreibeinigen Herrscher wurde seit der Erstaustrahlung nie wieder im deutschen Fernsehen wiederholt! Auf youtube kann man übrigens auch große Teile der Serie gucken – und auch wenn die Spezialeffekte mittlerweile natürlich etwa antiquiert anmuten, scheint die Sendung tatsächlich nach all den Jahren nichts von ihrem Reiz verloren zu haben.

Nach 25 Folgen endet Die dreibeinigen Herrscher übrigens mit dem fiesesten Cliffhanger der Fernsehgeschichte: Da dem Sender das Geld ausgegangen war, konnte die bereits geplante dritte Staffel nicht mehr gedreht werden.

Am Besten gleich bestellen:
Die dreibeinigen Herrscher – Staffel 1 (3 DVDs)
und
Die dreibeinigen Herrscher – Staffel 2 (3 DVDs)

MousePath


MousePath ist eine Java App für Windows und Mac von Anatoly Zenkov, welche die Bewegungen der Computer-Mouse (durch Einführung des iPads vermutlich schon bald ein Relikt vergangener IT-Zeiten) aufzeichnet. Das obige Bild zeigt die Aufzeichnungen meiner Mouse-Bewegungen des heutigen Tages, wobei die Punkte die Pausen darstellen: Je länger die Pause, desto größer der Punkt. Zwar hält MouthPath den Ansprüchen klassischer Eyetracking-Analysen, Heat- und Clickmaps sicher nicht stand – dafür erzeugt MousPath aber schöne, nahezu Jackson Pollocks Werken ähnliche Grafiken.

10 Ragas To a Disco Beat

Über eines der interessantesten Alben der letzten Monate (wenn ich gar Jahre) stolperte ich kürzlich bei Boomkat: Wenn die Geschichte hinter 10 Ragas To a Disco Beat tatsächlich wahr ist, muss die Geschichte der elektronischen Musik nämlich komplett umgeschrieben werden. 10 Ragas To a Disco Beat wurde im Jahre 1982 von einem Sikh namens Charanjit Singh in Indien aufgenommen – und zwar mit einer Roland TB-303, einer TR-808 und einem Jupiter-8, also dem klassischen Acid-House-Setup! 1982 – 5 Jahre vor Phutures ‘Acid Track’.

Natürlich hatte Charanjit Singh keine Acid-Platte im Sinn, als er 10 Ragas To a Disco Beat aufnahm, sondern den Soundtrack für einen Bollywood-Film. Das Album wurde schließlich 1983 von EMI India veröffentlicht und zeigt mal wieder auf, dass House und Techno nichts anderes als ein großes Missverständnis wahren. Ein Reissue, das bereits hohe Wellen im Internet schlägt, ist soeben auf dem niederländischen Label Bombay Connection erschienen.

Unendlicher Spaß


Auf den Roman Unendlicher Spaß (Originaltitel Infinite Jest) von David Foster Wallace wurde ich über die üblichen Nachrichtenquellen im Internet aufmerksam. Der Name des Autors sagte mir zunächst nichts, obwohl ich erst während des Lesens von Unendlicher Spaß bemerkte, dass ich zuvor bereits ein anderes Buch (Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich) von David Foster Wallace gelesen, dieses jedoch für schlecht befunden hatte (das kommt dabei heraus, wenn man sich auf die Amazon-Leseempfehlungen verlässt).

Um den stattlichen Preis von 39,90 Euro für ein Buch zu umgehen, ließ ich mir Unendlicher Spaß schließlich im vergangenen Oktober zum Geburtstag schenken und begab mich auf meinen literarischen Jakobsweg. Wenn man das erste Kapitel erstmal überstanden hat, kann man sich auf knapp 1600 Seiten an einem Feuerwerk sprachlicher Kreativität, der ungeheuren Themenvielfalt und dem beißenden Humor des Romans erfreuen und wünscht sich tatsächlich, dass das Werk ein im wahrsten Sinne des Wortes unendlicher Spaß wäre. Nach den ersten 500 Seiten hat man sich auch einigermaßen in der Welt zwischen der Enfield Tennis Akademie und der Drogenrehabilitationsklinik zurecht gefunden, sich an die scheinbar wahllosen Erzählperspektiven, Ortswechsel und Sprachstile gewöhnt und sich die ersten Namen der auftretenden Charaktere gemerkt. Ob es auch Zeitsprünge gibt, kann ich auch jetzt noch nicht mit Sicherheit sagen – zumindest das erste Kapitel, welches insgesamt ziemlich aus dem Rahmen fällt und einen echten Klopfer darstellt, spielt im Jahr des Glad-Müllsacks, während der Großteil der restlichen Handlung im Jahr der Inkontinenz-Unterwäsche und somit zeitlich vor dem ersten Kapitel. Überhaupt sollte man das 1. Kapitel noch einmal lesen, wenn man sich bis zum Ende des Buches durchgekämpft hat….

Zahllose Sätze und Formulierungen hätte ich mir beim Lesen gerne für die Ewigkeit angestrichen oder aufgeschrieben; einige habe ich zumindest getwittert. Doch bei all den Lobeshymnen fielen mir zumindest zwei Aspekte des Romans doch recht negativ auf: Auch wenn man auf eine wirkliche Handlung auf Grund der Fülle an literarischen Schmankerln gerne verzichtet, wirkt Unendlicher Spaß ab der 1000. Seite plötzlich auf unangenehme Weise beliebig und das Ende kommt trotz 1547 Seiten geradezu unverhofft: So kommt die rollstuhlfahrende Separatistengruppe “Assassins des Fauteuils Rollents” (A.F.R.) dem Master-Band scheinbar aus heiterem Himmel auf die Spur und der Showdown in Form eines Tennisturniers zwischen der A.F.R. und den Schülern der Tennisakademie, auf den scheinbar alles hinausläuft, fällt komplett unter den Tisch. Vermutlich hat sich der genial-verrückte Autor etwas dabei gedacht. Als gewöhnlicher Leser kann man aber auch den Eindruck bekommen, David Foster Wallace hätte nach 1000 Seiten den Überblick verloren. Ein “richtiges” Ende wäre mir nach 6 Monaten und 1600 Seiten schon irgendwie lieber gewesen (vor allem, wenn man gar nicht damit gerechnet hat).

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