Eignungstests für Lehrer(?)
Als ehemaliger Lehramtstudent muss ich mich dann doch mal in die Diskussion um Eignungstests für Lehrer einschalten. Da das deutsche Bildungssystem ja eh reformresistent ist wie sonst nichts auf der Welt (man denke an die ewigen Diskussionen um das deutsche Schulsystem oder den Sinn und Unsinn von Schulnoten), wird da ja eh nichts draus.
Allerdings möchte ich dann an dieser Stelle doch mal den Lehramtstudiengang an der Uni Hildesheim hervorheben, der zeigt, wie eine sinnvolle Lehrerausbildung aussehen kann: Im Rahmen der Schulpraktischen Studien wird man dort nämlich bereits im ersten Semester einmal wöchentlich gruppenweise auf eine Schulklasse losgelassen. Im Laufe des Semesters muss dann pro Woche ein Student eine komplette Unterrichtsstunde vorbereiten und durchführen, während der Rest der Gruppe hospitiert. In der vorlesungsfreien Zeit finden zudem weitere Schulpraktika von zwei- bis sechswöchiger Dauer statt, in welchen der Student dann auch schonmal eine gesamte Unterrichtseinheit selbständig plant, Klassenarbeiten konzipiert und den Unterricht auch schon alleine durchführen kann.
Für diejenigen, die dann bis zum Referendariat durchhalten, ist dieses nur noch ein Zuckerschlecken.
Abgelegt unter:
1 Comment
als ex-la-gym/ges-kandidat kann ich das konzept der uni hildesheim auch nur befürworten: klingt nach einem realistischen filter für leute ohne selbstreflexion