Grouper – Dragging a Dead Deer Up a Hill (TYPE038)

Dieses Review kommt mit ein wenig Verspätung, hatte ich es doch schon am Neujahrstag zu schreiben begonnen, nachdem ich das Werk bei einem Winterspaziergang unten am Fluss komplett durchgehört hatte.
Mein Lieblingsstück auf diesem Album von Grouper, welche die depressive Schwester von Bobby Baby sein könnte, ist der Opener Disengaged, dessen Klang so ungeheuer dumpf ist, dass man glauben könnte, Musik durch die feuchte Kellerwand von nebenan zu hören. Zwar zieht sich diese Lofi-Ästhetik durch das gesamte Album, die restlichen Lieder sind aber trotzdem schon ein wenig klarer produziert und Liz Harris’ (wie Grouper mit bürgerlichem Namen heißt) elegischer, doch kaum verständlicher Gesang und ihre Akustrikgitarre klingen nicht mehr ganz so, als hätte im Studio ein nasser Lappen über dem Mikrofon gehangen. Ein Album, in dem man sich verlieren kann. Unbedingt noch vor dem Frühling hören, da macht einem dann sicher das Cover auch nicht mehr soviel Angst.
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