Mein Leben in Meerbusch
Jetzt hab ich endlich einen DSL-Anschluss mit WLAN und allem Pipapo, aber vor lauter Stress vergessen, wie man sowas installiert. Aber immerhin acht von zehn Umzugskisten ausgepackt und erstmal wieder analog ins Netz. Wenigstens mal Mails checken, denn mit PC auf den kalten Flurfliesen neben der Telefonbuchse zu hocken, kann’s auf die Dauer auch nicht sein.
Der erste Tag hätte wohl nicht besser laufen können: Im Büro mit zwei netten Kolleginnen, alle sehr hilfsbereit und chaotisch und nach der Mittagspause flogen schon die Sektkorken.
Inzwischen auch herausgefunden, was mir an meinem neuen Heimatort so merkwürdig vorkam: Hier gibt es kein Kino, aber 50 Unternehmensberater, mindestens genauso viele Immobilienmakler, Parfümerien, Boutiquen und Juweliere. Die Änderungsschneiderei hier heißt Änderungsatelier. Schulkinder fahren nicht mit dem Bus, sondern werden im Touareg chauffiert. Ausländer oder offenkundige HartzIV-Empfänger habe ich hier auch noch keine auf der Straße gesehen.
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1 Comment
…Auslaender oder Hartz4 Empfaenger oder andere stadtverunreinigende Elemente.
Merkwuerdiger letzter Satz!