My baby is home and dry

Beim Hören von Home and dry jedesmal die Melodie von Secret dazu summen müssen. Und siehe da, es passt tatsächlich.

Gut zusammen passen außerdem Trentemöller und Nelly Furtado: Promiscuous Beta Boy

Lieblingsongs 2006

Dachte ich in der ersten Jahreshälfte noch, es gäbe überhaupt keine tolle Musik mehr, wurde ich der zweiten Hälfte eines besseren belehrt. Horizonterweiterung tut manchmal Wunder. Wahrscheinlich habe ich zehn andere Songs vergessen, aber diese fünf Songs fielen mir spontan ein, wenn ich 2006 musikalisch darstellen sollte:

1. Pet Shop Boys – Minimal

2. Unai – Blissful Burden

3. Tanzmusik – Auf Deutsch

4. Coldcut feat. Robert Owens – Walk a mile in my shoes

5. Mia – Tanz der Moleküle

“Die Pistole war noch nicht mal geladen “

Da kann Sabs einpacken: Senna ist echt mit jedem krass.
Und die erste Monrose-Single “Shame” ist tatsächlich ein Ohrwurm. Wenn man den Mädels noch mehr solcher Hits auf den Leib schneidert, dann bin ich jetzt schon Fan. Vielleicht geht das Konzept ja ähnlch gut auf wie bei den No Angels, die ja überraschender Weise wirklich einige unvergessene Hits hatten.
via machtdose

Fernsehabend 2006

Nach Jahren mal wieder einen ganzen Abend vor dem Fernseher verbracht. Man muss ja das neue Sofa mal gebührend einweihen. Zwei Stunden Bambi-Verleihung und man fühlt sich glatt 20 Jahre zurückversetz, als man nach dem Baden noch bei Papa unter der Decke Wetten, dass… gucken durfte. Hier gibt es noch richtige Promis, wallende Abendroben, man spricht sich mit Herr Professor Doktor und Frau Bundesministerin an und die Scissor Sisters erzählen, wie sie bei ihrem ersten Deutschlandgig in der Panoramabar vor ein paar Schwulen gespielt haben. Nach der Preisverleihung auf ZDF umgeschaltet: Da sitzt Mercedes Bunz bei Maybritt Illner und diskutiert mit Heiner Geißler und Friedrich Nowottny über die Gerechtigkeit des Sozialsystems. Sofort schäme ich mich für den gehässigen Kommentar, den ich ihr vor ein paar Tagen ins Weblog geschrieben habe. Sorry for that.

Pet Shop Boys Interview

Noch einmal PSB-Content: Großartige Outtakes eines Interviews von Charlotte Roche mit den Pet Shop Boys bei Fast Forward, in welchen die Boys köstlich über Madonna, Britney, J-Lo und Puff Daddy vom Leder ziehen.

Pet Shop Boys Interview

Außerdem gerade in den Youtube-Kommentaren gelesen, dass der Vampir im Heart-Video Sir Ian McKellen ist.

Pet Shop Boys – Catalogue

CataloguePet Shop Boys auf allen Kanälen. Falls noch jemand ein Weihnachtsgeschenk für mich sucht, dann bitte dieses Buch. Erst jetzt übrigens alle Alben der Post-Very-Phase (Bilingual, Nightlife, Release) so richtig ins Herz geschlossen. Immer die großen Hits vermisst und erst jetzt die auf den ersten Blick unscheinbaren Juwelen auf diesen Alben entdeckt: It always comes as a surprise, To step aside, Red letter day (Bilingual). You only tell me you love me when you’re drunk, In denial (Nightlife). London, E-Mail, Here (Release).

Lieblingsalben 2006

Ich bin ja eigentlich kein Albenmensch. Entsprechend schwer fiel es mir, diese Liste zusammenstellen. Schließlich dann aber doch fünf Alben gefunden, die mich das Jahr über begleitet, begeistert und beeinflusst haben:

1. Pet Shop Boys – Fundamental


2. Trentemöller – Last Resort

3. Luomo – Paper Tigers

4. SCSI-9 – Line Of Nine

5. Fuckpony – Children of Love

Edit: Knapp geschlagen übrigens die Alben von Burial, Jimpster und das PSB-Livealbum.

Cachorro – Club der Bären

Woof!Schon wieder schwules Kino im Fernsehen, dieses Mal auf arte. Und wieder beinahe zu spät erst durch Zufall entdeckt. Vorsatz für 2007: Mehr fernsehen!

Cachorro erzählt die Geschichte des schwulen Zahnarztes Pedro, der sich plötzlich um die Erziehung seines kleinen Neffen kümmern muss, nachdem seine Schwester wegen Drogenschmuggels in Indien zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt wird. Der Film beginnt als Komödie, verwandelt sich mit dem Auftauchen der bösen Großmutter, die das Sorgerecht an sich reißen will, in ein Familiendrama und endet (leider) als etwas zu kitschige Schmonzette. Trotzdem ein feiner Film, vor allem weil hier statt Muskelgays oder hysterischen Tucken endlich mal schwule Männer mit Bart und Bauch ihren Auftritt haben (wenn auch einen nicht ganz so großen, wie der Titel erhoffen lässt).

Kleines Highlight am Rande: Die Darkroom/Cruising-Szene wird akustisch untermalt von Herbert’s fabulösem Moloko-Remix (“Sing it back”)… Plötzlich den typischen Darkroomgeruch (Schweiß, Zigarettenrauch und Sperma) in der Nase gehabt und beinahe Lust bekommen, mich auch mal wieder in die Szene zu stürzen.

Lieblingsblogs 2006

Es ist wieder Listenzeit. Da sich an der Reihenfolge dieser Liste in den verbleibenden Wochen des Jahres wohl nicht mehr viel verändern wird, beginnen wir die Saison mit dem Lieblingsblogs 2006-Award:

1. malorama
2. produzentin
3. jockohomo
4. tape
5. let no man jack

Morgen, da fährt mein Zug in eine andere Welt

Lange nicht mehr so geheult wie gestern bei “Herr Schmidt und Herr Friedrich” auf 3sat, ein Dokumentarfilm von Ulrike Franke und Michael Loeken, den ich schon seit Jahren sehen wollte und gestern beinahe schon wieder verpasst hätte.

Die Liebe von Kurt Schmidt und Wilfried Friedrich hat einst die Grenze der DDR überwunden: Herr Schmidt lernt 1976 bei einem Besuch in der DDR Herrn Friedrich kennen und lieben. Fast täglich schreiben sich die beiden Liebesbriefe, welche zum Teil von der Stasi abgefangen werden, die auch einen IM auf Wilfried Friedrich ansetzen. Während Herrn Friedrichs Briefe an Erich Honnecker erwartungsgemäß auf taube Ohren stoßen, setzt sein Freund im Westen alle Hebel in Bewegung, bis ihnen 1980 das Wunder gelingt und Wilfried Friedrich zu seinem Gatten in den Westen übersiedeln darf. Kurt Schmidt beschafft seinem Mann einen Job in der örtlichen Textilfabrik, in der er selbst auch arbeitet, und schließlich kaufen die beiden als offen schwules Paar sogar ein Reihenhaus in der niedersächsischen Provinz, das sie im Laufe der Jahre mit Erinnerungsstücken und kitschigem Nippes bis unters Dach vollstopfen.

Der Film setzt allerdings erst ein, als beide Männer Mitte 50 und langzeitarbeitslos sind, und mit Mühe und Not die Raten für ihr Haus abstottern können. Gerade 100 DM bleiben ihnen monatlich zum Leben. Die Freizeit verbringen sie mit dem Durchhören der umfangreichen Schlagersammlung, Minigolf und dem Erraten von Freddy-Quinn-B-Seiten.

Vor der Kamera präsentieren die beiden ihre nach Interpreten sortierte Plattensammlung, lassen ihre Lieblingsschlager ertönen, gewähren Einblick in den Kleiderschrank, in welchem die Handtücher nach Farben sortiert sind, zeigen Fotos aus besseren Zeiten und lesen sich aus ihren durchnummerierten Liebesbriefen vor.

Möchte man sich zu Beginn des Films noch über den Lebensstil der beiden Männer lustig machen, bekommt man schließlich doch schnell feuchte Augen aufgrund ihrer tatsächlich wundervollen Liebesgeschichte und der einzigartigen Erinnerstücke in Form von Briefen und Fotos. Einen Schlag in die Magengrube verspürt man jedoch, wenn man weiß, dass Wilfried Friedrich, der während des gesamtes Films eigentlich nie ohne Glimmstengel zu sehen ist und verdächtig hustet, kurz nach den Dreharbeiten schwer erkrankt und verstorben ist (was erst im Abspann des Films in Form einer kurzen Texteinblendung erwähnt wird).
Ein sehr schönes 45minütiges Radio-Interview mit Kurt Schmidt gibt es hier.

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