Immer mehr Pauschalreiseveranstalter haben Gayreisen im Angebot

Schwule Männer gelten nicht nur als besonders reiselustig, sondern auch als einkommenstark. Es ist daher kein Wunder, dass Homosexuelle verstärkt als Zielgruppe von Reiseveranstaltern auserkoren wurden. Die können sich das häufige Reisen in der Regel leisten, da viele zur Gruppe der sogenannten “Dinks” zählen: Der Begriff stammt aus dem Englischen und ist die Abkürzung für “Double income, no kids (doppeltes Einkommen, keine Kinder)”. Viele homosexuelle Paare verfügen also über überdurchschnittlich viel Geld und Zeit für Urlaub, da sie keine Kinder haben. Somit müssen Schwule und Lesben auch nicht auf die Schulferien des Nachwuchses Rücksicht nehmen und können ihre Reiseplanung flexibler als heterosexuelle Urlauber mit Kindern planen.

Die wachsende Bedeutung des Gayreisen-Segments lässt sich auch an der Ausstellungsfläche auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin zum Thema Gay Travel ablesen: Diese wird von Jahr zu Jahr größer. Es gibt nicht nur eine Vielzahl von Reiseveranstaltern, die sich auf ein rein homosexuelles Klientel spezialisiert haben, sondern auch die großen Pauschalveranstalter und Urlaubsportale bieten mittlerweile spezielle Angebote für Schwule und Lesben. So veranstaltete TUI in diesem Jahr die erste deutschsprachige Kreuzfahrt für die LGBT-Community (Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender) auf der Mein Schiff-Flotte und das Deutsche Reisebüro (DER) veröffentlicht bereits seit einigen Jahren einen eigenen Reisekatalog für die schwul-lesbische Community und deren Freunde – den “Dertour Gay Travel”.

Da ich mich am Liebsten im Internet zu neuen Reisen inspirieren lassen, habe ich mal bei der Suchmaschine meines Vertrauens nach Pauschalreisen für Gays gesucht. Dabei habe ich herausgefunden, dass die meisten Portale mittlerweile eine spezielle Unterseite für homosexuelle Urlauber eingerichtet haben. Doch was unterscheidet die LGBT-Angebote von den restlichen Urlaubsangeboten? Diese lassen sich in der Regel in zwei Kategorien einteilen:

Bei Gays besonders beliebte Destinationen

Bestimmte Reiseziele sind bei Schwulen und Lesben besonders beliebt: Dazu gehören u.a. die Kanareninsel Gran Canaria, der spanische Urlaubsort Sitges am Mittelmeer oder die griechische Insel Mykonos. Auch Metropolen wie Berlin, Köln, London, Amsterdam oder Bangkok erfreuen sich unter schwulen Urlaubern einer großen Beliebtheit, da es dort eine große Gayszene mit zahlreichen Bars, Clubs und Gaysaunen gibt. Solche Gayfriendly-Urlaubsangebote findet man z.B. auf dem Portal https://www.nix-wie-weg.de/themen/gay-hotels-40.

Viele Reiseveranstalter stellen auf speziellen LGBT-Themenseiten eine Auswahl an Hotels in bei Gays besonders beliebten Destinationen zusammen. Die Hotelangebote werden darüber hinaus mit weiteren für die Zielgruppe interessanten Informationen angereichert, z.B. CSD-Terminen oder Sicherheitshinweisen für das jeweilige Land.

Pauschalurlaub in reinen Gay-Hotels

In bei LGBT-Travellern besonders beliebten Urlaubsorten gibt es mittlerweile auch eine große Auswahl an reinen Gay-Hotels. So gibt es auf der Insel Gran Canaria viele Hotels, die nur schwule Männer als Gäste akzeptieren. Hier können sich die homosexuellen Urlauber ganz ungestört fühlen ohne die Blicke der heterosexuellen Urlauber auf sich zu ziehen. Schwule Männer, die mit ihrem Partner Hand in Hand auf der Sonnenliege brutzeln oder auch mal im Swimming-Pool rumknutschen möchten, wie es für Heteros gang und gäbe ist, können hier ganz ungestört ihre Liebe genießen. Und für homosexuelle Singles ist es in einem Gay-Hotel natürlich ebenfalls deutlich einfacher, zwischenmenschliche Kontakte zu knüpfen. Viele Veranstalter von Pauschalreisen bieten mittlerweile auch eine Auswahl an reinen Gay-Hotels auf ihren Internetportalen an.

Am Ende ist es auch eine Geschmacksfrage, wie Mann seinen Urlaub verbringt. Während die einen den Aufenthalt in einem gemischten Hotel bevorzugen, schwören andere Männer auf das ungestörte Ambiente in einem 100% Gay-Hotel. Welcher Urlaubstyp bist Du? Ich würde mich über Eure Meinungen in den Kommentaren unter diesem Reiseblogartikel freuen.

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