Sex And The City – Der Film

Heute mal einen DVD-Abend gemacht und endlich den Sex-And-The-City-Film gesehen. Noch beim Einlegen der DVD in den Player hatte ich das Schlimmste befürchtet, denn ich konnte mir nicht vorstellen, wie man sechs Staffeln einer Fernsehserie in einem zweistündigen Film fortsetzen und im Idealfall übertreffen könnte. Doch schon der perfekte Vorspann ließ meine Befürchtungen dahinschwinden: Hier ist es tatsächlich gelungen, 6 Jahre im Leben aller Mädels in jeweils 6 Sekunden zusammenzufassen!

Schnell sind wir dann mitten in der Handlung und sehen, was die Damen heute machen. Alle 4 sehen besser aus denn je und sind, privat wie beruflich, auf dem Gipfel des Erfolges – doch als Carrie und Big auf Druck der Allgemeinheit beschließen, zu heiraten, nimmt das Drama seinen Lauf: Big erscheint nicht zur pompös geplanten Hochzeitszeremonie, Steve betrügt Miranda, Charlotte geht an der Angst, ihr Glück zu verlieren, beinahe zugrunde und Samantha ist nach 5 Jahren Monogamie auf der Suche nach einem frischen Schwanz.

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt eine derartige Achterbahn der Gefühle gefahren bin: Den gesamten Film über ist man zwischen Lachen und Heulen hin und her gerissen – was den Film jedoch zu etwas Besonderem macht, ist die waghalsige Entscheidung, sich auf das Elend der Personen anstatt auf die Witze zu konzentrieren: Nie sah Carrie Bradshaw miserabler aus, wie in ihren Flitterwochen ohne Ehemann, zu keiner Zeit war Samantha so fett wie nach 5 Jahren Treue zu ihrem jugendlichen Liebhaber und Charlotte scheißt sich tatsächlich in die Hose. Die ergreifendste Szene des Films gehört jedoch Steve und Miranda (die beiden sind für mich übrigens immer noch das wahre Traumpaar der Serie), die sich am Sylvesterabend nicht dazu überwinden können, sich zu vergeben.

Die Ausstattung des Films lässt einem zudem in jeder Szene die Augen übergehen: Die Appartements sind bis ins kleinste Detail durchgestylt, die Outfits pompöser und alles ist untermalt von einem Hochglanz-Soundtrack (inkl. Rhythm & Sound im Soundstream Remix!) – und zwischendurch gibt es immer wieder kleine, augenzwinkernde Anspielungen auf die TV-Serie. Ich wünschte, diese würde nun doch noch weitergehen… zu erzählen gibt es anscheinend immer noch eine Menge.

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