Sonntagabenddepression
Mir graut ja bereits am Sonntagvormittag vor der neuen Arbeitswoche, besonders vor dem Moment, wenn montags früh um 6 Uhr das nervtötende Piepen des Weckers meinen Tiefschlaf unterbricht. Allein der Gedanke, bereits eine Stunde später das warme Haus verlassen zu müssen, um mich mit dem Fahrrad auf den Weg zum Bahnhof zu machen (womöglich bei Regen und morgen sicherlich bei klirrender Kälte) und erst 12 Stunden später wieder in den sicheren, heimischen vier Wänden zu sein, bringt mich jeden Morgen an den Rand einer Kündigung. Unter der Dusche dann wilde Überlegungen, mit welcher Ausrede ich mich wohl heute krank melden könnte; auf dem Weg zum Bahnhof dann abwägen, ob ich mit dem Fahrrad über eine zersplitterte Bierflasche fahren sollte, um mir die Reifen aufzuschlitzen und so den Zug zu verpassen, versehentlich auf dem falschen Bahnsteig in den falschen Zug steige und den Irrtum erst in Bielefeld bemerke oder mich gleich von einem Auto anfahren lasse (womit sich bestimmt mindestens eine arbeitsfreie Woche rausschlagen ließe)…
(Und noch 2,5 Wochen bis zum Urlaub…)
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3 Comments
ganz so schlimm ist es bei mir noch nicht, aber ich denke auch schon sonntags mittags ab dem aufstehen daran dass ja morgen wieder dieser entsätzliche montag ist und der unbeliebte job ruft. da sollte einfach nicht sein.
bist du sicher, dass niemand aus deiner firma dieses blog liest?
was mir beim nochmaligen lesen aufgefallen ist: den job mag ich eigentlich ganz gern. ich beginne sogar, freiwillig überstunden zu machen. es ist wohl die lange anfahrt, die mich so nervt. 90 min hin, 90 min zurück…