Städtereisen per Fahrrad – Metropolen auf dem Drahtesel erkunden

Das Fahrrad ist als Fortbewegungsmittel wieder im Kommen. Spätestens seit den erschwinglichen E-Bikes nutzen sogar Sportmuffel die stau- und geldsparende Möglichkeit, aktiv von A nach B zu kommen oder einfach mal frische Luft in der Freizeit zu schnappen. Doch ein Fahrrad kann noch viel mehr sein, als das. Urlaub auf und mit dem Rad eröffnet ganz neue Perspektiven. Die langsamere Art zu reisen lässt den Weg zum Ziel werden. Und das gilt nicht nur für Flora und Fauna.

Städtereisen per Fahrrad – Sightseeing gratis

Wer jemals in seinem Leben in einem stickigen Sightseeing Bus gesessen hat und sich ärgerte, die schönsten Sehenswürdigkeiten einer Stadt nur im Vorbeifahren bewundern zu können, weiß die eigene Mobilität zu schätzen. Mit dem Fahrrad lässt sich jede Tücke der Infrastruktur umgehen. Schnell ist Zeit geschaffen für ein Getränk im Straßenkaffee oder den Besuch in der Kirche. Die Bahn bietet günstige Tickets an, um seinen Drahtesel mitzunehmen. Mehr Geld lässt sich bei Städtereisen kaum sparen: Keine Parkgebühren, kein Benzingeld, keine Tickets für Sightseeingbusse; kein Geld für öffentliche Verkehrsmittel innerhalb der Stadt. Ganz zu schweigen von der enormen Zeitersparnis und geschonten Nerven.

In diesen Städten kommen Radfahrer auf ihre Kosten

Radanfänger freuen sich sicherlich zu hören, dass die fahrradfreundlichen Städte eher in der Flachebene liegen denn in den Bergen. Besonders radfahrfreundlich ist beispielsweise die Stadt Kopenhagen in Dänemark. Aber auch in Amsterdamm in Holland kommen Zweiradtreter auf Ihre Kosten. Das Abstellen von Rädern in sicheren Passagen ist unproblematisch und das Wegenetz ist sehr gut ausgebaut. In Frankreich verdient sich unter anderem die Stadt Nantes das Attribut fahrradfreundlich und in Spanien lässt sich Sevilla nennen.

In Deutschland steht die Universitätsstadt Münster auf Platz eins, aber auch Kiel, Hannover und Braunschweig können mit Ihren Angeboten überzeugen.

Städteurlaub per Fahrrad
Städteurlaub per Fahrrad

Wohin mit Rad und Gepäck in der Stadt?

Zu einer guten Ausrüstung während einer mehrtägigen Radtour gehört mindestens eine abnehmbare Radtasche, die sich bequem als Rucksack oder Umhängetasche umfunktionieren lässt. Nur so lassen sich die Wertsachen während einer Besichtigung mitnehmen. Ein hochwertiges Schloss darf nicht fehlen. Ebenfalls sinnvoll ist eine Standbeleuchtung für beide Seiten.

Fahrradfreundliche Städte bieten überdachte Radgaragen an; teilweise sind diese Plätze sogar überwacht. Es lohnt sich in einigen Fällen, hierfür etwas Geld in die Hand zu nehmen. Am sichersten ist das Hab und Gut natürlich im Hotel. In berüchtigten Ecken sollten Sattel oder Akku entfernt werden, um den Diebstahl unattraktiver zu machen. Übrigens gibt es Tracker, die in den Fahrradrahmen installierbar sind. Dies hilft auch, das Rad in einer fremden Stadt wiederzufinden.

Radtouren von Stadt zu Stadt

Komplette Radtouren von Stadt zu Stadt klingen nach Urlaub für Profis? Aber nein: der Weg zwischen Essen-Kettwig nach Duisburg auf dem beträgt auf dem Ruhrgebiet-Radweg nur etwa 35 Kilometer, von Duisburg über Oberhausen nach Essen sind es nur etwa 55 ilometer. Bei durchschnittlichem Tempo ist dies in wenigen Stunden auch für untrainierte Radfahrer zu schaffen. Das Gefühl mit dem Rad aus dem Weserradweg oder Elberadweg bis ans Meer gefahren zu sein, ist unbeschreiblich. Wieso nicht mit Zelt und Isomatte los radeln und sich bei jedem Kilometer freuen, quasi gratis Urlaub zu machen und dabei sogar noch der Umwelt etwas Gutes zu tun? Ein Pannenset sowie eine gute erste Hilfe Ausrüstung dürfen bei einem solchen Vorhaben natürlich genauso wenig fehlen wie gut sichtbare und funktionale Kleidung und ein Helm.

Übrigens braucht es für kleine Tourenabschnitte weder viel Übung noch ein besonderes Fahrrad. Wer bequem sitzt und gesundheitlich okay ist, kann beginnen, die Welt um sich herum neu zu erkunden. Städtereisen per Fahrrad sind mehr als nur eine Alternative zu herkömmlichen Reisen mit Bus oder Bahn. Sie sind ein Perspektivwechsel und eine Einladung dazu, aktiv mit sich selber ins Reine zu kommen.

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