Dial 2010

“Dial 2010″ ist keine Best-of-Compilation (wobei ich den Lawrence-Track von der Dial 000 gerne endlich mal auf CD oder als MP3 hätte!!), sondern ein wirkliches Album zum 10-jährigen Label-Jubiläum. Das Cover von Dial 2010 spiegelt dabei nicht nur das Konzept des Albums, sondern des gesamtem Dial-Labels wieder: Es zeigt eine Foto-Serie des Fotografen Fionn Mcann aus dem Jahr 1964, welcher den Versuch des Theoretikers Brian O’Doherthy, eine komplette Ausstellung in einer weissen Papp-Box unterzubringen, für das Aspenmagazin Nr.5 ablichtete. Während auf der Vorderseite des Covers noch die verpackte(!) Box abgebildet ist, entfalten sich auf der Innenseite die in der Box befindlichen Kunstwerke.
Genauso wie die Werke von so unterschiedlichen Künstler, Filmemacher, Musiker und Autoren wie Mel Bochner, Susan Sonntag, John Cage, Robert Rauschenberg und Roland Barthes in einer einzigen Schachtel untergebracht wurden, beinhaltet auch Dial 2010 unterschiedlichste musikalische Spielarten von bekannten Dial-Acts wie Phantom Ghost, John Roberts, Efdemin, Pantha Du Prince, Christian Naujoks, den Neuzugängen Kassian Troyer und Isolée (der genau wie Roman Flügel in diesem Jahr ein Album auf Dial veröffentlichen wird) und natürlich den Label-Betreibern Lawrence und Carsten Jost. Die Compilation beginnt und endet mit Singer/Songwriter-Stücken, dazwischen gibt es wie gewohnt eleganten Deep House und Minimaltechno der düsteren Sorte, welcher sich wohltuend von all den anderen gesichtslosen Labels abhebt.
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