Zwischenstopp in Ljubljana auf dem Weg nach Kroatien

Wir haben ein Faible für osteuropäische Hauptstädte: Nachdem wir in den vergangenen Jahren bereits tolle Städtereisen nach Prag, Budapest und Bratislava unternommen hatten, träumte ich schon lange davon, auch die slowenische Hauptstadt Ljubljana (italienisch Lubiana, deutsch v. a. in Österreich verwendet: Laibach) kennenlernen zu dürfen. Auf Hochglanzfotos im Internet sieht die malerische Altstadt mit den eleganten Häusern, schönen Brücken und dem türkisfarbenen Fluss Ljubljanica nämlich einfach traumhaft aus. Nachdem wir im vergangenen Jahr auf dem Weg nach Kroatien bereits an Ljubljana vorbeigefahren waren, beschlossen wir, dieses Mal einen Zwischenstopp in der Stadt einzulegen.

Städtetrip Ljubljana – der perfekte Zwischenstopp in Richtung Kroatien

Wenn man mit dem Auto nach Kroatien fährt, ist Ljubljana das ideale Ziel für einen Zwischenstopp. Die Autobahn von Österreich nach Kroatien führt direkt an der slowenischen Stadt vorbei. Aus diesem Grund liegen einige große Hotels auch direkt an der Autobahn. Da wir jedoch ungerne mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und Städte am liebsten zu Fuß erkunden, buchten wir eine Nacht im pompösen Hotel Lev mitten im Zentrum von Ljubljana. Hier ist sogar schon Janet Jackson abgestiegen.

Der Fluss Ljubljanica gibt der Stadt Ihren Namen.
Der Fluss Ljubljanica gibt der Stadt Ihren Namen.

Das Hotel war ziemlich einfach zu finden: Nach der Autobahnabfahrt führte die Straße einfach nur noch geradeaus bis ins Stadtzentrum, direkt auf das Hotel Lev zu. Das 13 Stockwerke hohe Glasgebäude war nicht zu übersehen. Bei unserer Ankunft regnete es zwar in Strömen, doch noch hegten wir die Hoffnung, dass sich das Wetter zumindest am nächsten Tag bessern würde, damit wir vor unserer Weiterreise die Altstadt auch noch einemal bei Sonnenschein bewundern könnten. Doch ich kann Euch an dieser Stelle schon verraten, dass uns dieses Glück nicht gegönnt war: Es schüttete tatsächlich während unseres gesamten Aufenthalt in Ljubljana wie aus Kübeln!

So machte sich auch einer der Vorteile einer Autorreise bezahlt: Wir hatten Regenschirme im Kofferraum! Daher machten wir uns gleich nachdem wir unser vornehmes Hotelzimmer bezogen hatten auf den Weg in die Altstadt, um etwas Essbares ausfindig zu machen. Schon im Zimmer hatten wir uns über das Hupkonzert auf den Straßen der Stadt gewundert. Wie wir auf eine verwunderte Nachfrage erfuhren, hatte sich Slowenien gerade bei der Basketball-EM den Titel gesichert. Somit fanden wir uns plötzlich nicht nur im strömenden Regen, sondern auch noch zwischen Autokorsos und fahnenschwenkenden Basketball-Fans wieder.

Die Burg von Ljubljana ist ein Muss auf jeder Städtereise
Die Burg von Ljubljana ist ein Muss auf jeder Städtereise

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Ljubljana

Was ich an Städten wie Ljubljana oder auch Bratislava mag, ist die Kombination aus Hauptstadtflair und überschaubarer Größe. Anders als in Hauptstädten wie London, Paris oder Berlin muss man nicht stundenlang mit der U-Bahn fahren, um von einer Sehenswürdigkeit zur anderen zu gelangen: Hier kann man auf einem Spaziergang durch die Innenstadt bequem alle touristischen Höhepunkte besichtigen. Trotz der Fläche einer deutschen Provinzstadt bietet Ljubljana jede Menge an aufregender Kultur, Architektur und urbanan Lifestyles. Die den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Städt zählen:

  • Burg von Ljubljana
  • Drachenbrücke
  • Die Drei Brücken
  • Der Fluss Ljubljanica
  • Tivoli-Park

Leider haben wir von all diesen Sehenswürdigkeiten nicht viel gesehen: Der Fluss Ljubljanica leuchtete nicht wie erhofft türkis im Sonnenschein, sondern war lediglich ein braun dahinfließendes Gewässer in der Nacht. Trotzdem ließen wir uns die Stimmung von dem schlechten Wetter nicht vermiesen und genossen den abendlichen Bummel durch die verregnete Altstadt. Ich machte aus der Not eine Tugend, indem ich mich mit meinem neuen Samsung S8 Plus an nächtlichen Regenimpressionen von Ljubljana versuchte. Und tatsächlich: Die Reflektionen der Lichter auf dem regennassen Kopfsteinpflaster gaben ein wunderbares Fotomotiv für diesen Blogbeitrag. Denn Foto von sonnendurchfluteten Städten gibt es in Reiseblogs schließlich schon zur Genüge!

Ljubljana - Ostblock-Charme
Ljubljana – Ostblock-Charme

Wer den typischen Brutalismus-Charme des Ostblocks sucht, wird in Laibach übrigens ebenfalls fündig: Abseits der historischen Altstadt überzeugt die Stadt nicht gerade durch Anmut und Schönheit, wie der Blick aus dem Hotelfenster zeigt. Ich finde dieses osteuropäische Flair aber tatsächlich irgendie faszinierend.

Restaurant Tipp in Ljubljana: Bosnische Köstlichkeiten in Slowenien genießen

Nach unserem Rundgang durch die Fußgängerzone kehrten wir schließlich in ein Restaurant ein. Unsere Wahl fiel auf die ?evabdžinica Sarajevo 84 mitten in der Fußgängerzone. Wie der Name bereits erahnen lässt, handelt es sich dabei um eine urige Speisestube in einem alten Kellergewölbe, in dem bosnische(!) Speisen serviert werden. Fenster gab es hier keine, aber dafür war es urgemütlich. Der Name des Lokals ist eine Anspielung auf die Olympischen Winterspiele 1984 in Sarajevo, die man auch auf einem Fernsehgerät während des Essens verfolgen kann.

Bosnisches Restaurant in Ljubljana: Sarajevo '84
Bosnisches Restaurant in Ljubljana: Sarajevo ’84

Die Karte des Restaurants ist recht klein, aber ausreichend. Die Bedienung ist schnell, die Portionen groß und für mitteleuropäische Verhältnisse sehr günstig. Wir bestellen eine bosnische Wurst im Brot – und beim Anblick des Fotos oben läuft mir noch immer das Wasser im Munde zusammen! Mit vollem Magen schlenderten wir durch den Regen zurück zum Hotel.

Leider hörte es auch am nächsten Morgen nicht auf zu regnen. So verzichteten wir auf eine weitere Stadtbesichtigung und machten uns direkt nach dem Frühstück auf die weiterfahrt nach Kroatien. Während der Fahrt stoppte der Regen nicht für eine Minute. Für unseren Urlaub in Porec schwante mir Böses….

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>