Gayreisen nach Bangkok – Tipps für schwule Urlauber

Gayreisen nach Bangkok - Tipps für schwule Urlauber

Thailands Hauptstadt Bangkok schläft nie – und das sollte man sich auch als Urlauber besser für zu Hause oder im Anschluss verbrachte Strandtage aufheben. Neben einer pulsierenden Gay-Szene warten Thailands glitzernder Königspalast, der imposante Wat Arun-Tempel mit seinem liegenden Buddha, schwimmende Märkte, exquisite Restaurants und delikates Streetfood auf die Besucher. Auch Kurioses wie der Chao Mae Tuptim- Schrein will entdeckt werden: Im Park des Luxushotels Nai Lert Park befinden sich unter einem Feigenbaum Hunderte erigierter Penisse aus Holz. Vieles Gays nutzen den Bangkok-Trip, um sich günstig die Garderobe maßschneidern zu lassen. Wo auch immer schwule Urlauber in der Metropole Quartier beziehen möchten – ein gayfriendly Hotel ist in Bangkok nie weit.

Gayreisen Bangkok: Das schwule Leben pulsiert in der Silom Soi 2

Die Seitenstraße Silom Soi 2 kennt jeder schwule Tourist, der nach Bangkok kommt. Der bekannteste Club ist das „DJ Station“. Hier ist es an jedem Abend gerammelt voll. Wer Glück hat, findet in den Nachbar-Bars „Expresso“, „JJ Park“, „Disco Disco“ und „Club Café“ unter der Woche etwas mehr Platz zum Abfeiern.

Der Preis für die Drinks ist im Distrikt einheitlich geregelt. Allerdings können die ewig gleichen Fragen der Thais, die es auf einen Farang (Ausländer) abgesehen haben, auf Dauer etwas nerven. Im Getümmel haben Taschendiebe leichtes Spiel. Einheimische Gays und Ausländer treffen sich zum Karaoke im „Balcony“ oder „Forfun“. Beliebt ist auch das „Telephone Pub“, das seinen Namen noch aus Zeiten hat, als es auf jedem Tisch ein Telefon gab. In Zeiten von Grindr ist jedoch nur noch der Name übrig geblieben. Ab 22 Uhr ist Show-Time angesagt. Dann geben rund 20 Jungs auf der Bühne im „Bangkok Best Boys“ und den „Future Boys“ alles. Falls die legendäre Show nicht ausreicht, ist es möglich, danach noch ein privates Date zu buchen. Zeitgleich findet in der „Tawan Bar“ die kultige „Muscle Show“ statt. Während die Clubs in der Silom Soi meist um zwei Uhr schließen, kann im G.O.D. (Guys on Display) die Nacht durchgefeiert werden.

Gayurlaub Bangkok: Die thailändische Metropole hat ein pulsierendes Nachtleben
Gayurlaub Bangkok: Die thailändische Metropole hat ein pulsierendes Nachtleben

Gaurlaub Bangkok: Alternative Locations

Eine lohnenswerte Alternative zum Feiern liegt in Or Tor Gor, einem Distrikt in der Nähe des Jatujak-Marktes. Touristen verirren sich nur sehr selten in Bars wie den „Fake Club“ & Co. Die Polizei drückt ein Auge zu, wenn nach der Sperrstunde auf der Straße gefeiert wird. Eine der neueren Adressen ist das „San Fran“ im Vergnügungsviertel „Royal City Avenue“. Der reine Gay-Club liegt in der Nähe der Rama IX Road. Mit den anderen Spots kann das „San Fran“ nicht ganz mithalten. Für einen kleinen Abstecher nach einem Besuch im House Rama, einem Programmkino, das auch schwule Indie-Filme zeigt, ist das „Castro“ die bessere Feier-Alternative im Distrikt. Die Kunst-und Medienszene Bangkoks hängt in der „Happy Monday Bar“ in Ekamai Soi 10 ab. Der Anteil an Gays ist recht hoch und wer Glück hat, hört den schwulen Sänger Gene Kasidit auflegen.

Lesetipp: In meinem Reiseblog findest Du ausführliche Informationen über Gayurlaub in Thailand.

Bangkoks schwule Saunen: Die gefragtesten Schwitztempel Asiens

Kein Gay-Urlaub in Bangkok ohne einen Besuch in der berühmten Gaysauna „Babylon“. Der Schwitztempel mit drei Etagen ist eine der bekanntesten Adressen für Cruising in ganz Asien. Stricher sind hier nicht erlaubt. Es geht stilvoll und ruhig zu, was einen Kontrapunkt zum quirligen Bangkok setzt. Wir haben uns noch einem anstrengenden Tag in der Metropole blendend erholt! Im saunaeigenen Restaurant kann man(n) sich mit exzellentem Thai-Food stärken. Manch einer liebt das „Babylon“ so sehr, dass er sich für den ganzen Urlaub im anliegenden Hotel einbucht. Während sich die einen im Darkroom ausleben, genießen die anderen eine kundige Massage.

Lesetipp: Über unseren Besuch in der Babylon-Sauna habe ich einen ausführlichen Blog-Beitrag geschrieben.

Auf ein „Happy Ending“ wird in der Babylon-Sauna vergeblich gehofft. Das wird im Patpong-Distrikt geboten, einem der Gay-Hotspots in Bangkok. Auf der Surawong-Seite gibt es zudem einige Clubs, die Tanzshows mit Boys bieten und ab 17 Uhr den Nachtmarkt. Der Lumpini-Park ist eine beliebte Cruising-Area, Einbruch der Dunkelheit wird es hier jedoch gefährlich. Eine Gaysauna, in der hauptsächlich Einheimische verkehren, ist das „Chakran“ an der Soi Ari 4.

Gayreisen Bangkok: Der Lumphini-Park ist eine beliebte Cruising-Area
Gayreisen Bangkok: Der Lumphini-Park ist eine beliebte Cruising-Area

Wie ist die Situation für Schwule in Bangkok?

Thailand wird als Paradies für Gays bezeichnet. Die Bevölkerung ist gegenüber den verschiedenen sexuellen Orientierungen größtenteils sehr aufgeschlossen und selbst das Tourismusministerium hat vor einigen Jahren die Kampagne „Go Thai Be Free“ gestartet, die an LGBTQ-Reisende adressiert ist. Homosexualität war in Thailand gesetzlich nie verboten, was auch daran liegt, dass der Buddhismus gleichgeschlechtliche Liebe nicht verdammt. Manche Gays lassen sich im Thailand-Urlaub sogar von einem Mönch trauen, die „Ehe für alle“ ist trotzdem in weiter Ferne. Die Toleranz täuscht jedoch: Zärtlichkeitsbekundungen und Küsse in der Öffentlichkeit gelten in Thailand als unschicklich. Wir haben jedoch in Bangkok auch händchenhaltende Männerpaare gesehen.

Wie hat Dir dieser Beitrag gefallen?

Klicke auf einen Stern, um ihn zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 4.8 / 5. Stimmenzahl: 5

Es tut uns leid, dass dieser Beitrag für Dich nicht hilfreich war!

Lass uns diesen Beitrag verbessern!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.