Göteborg – Was muss man gesehen haben? (Tag 3)

Göteborg – Was muss man gesehen haben? (Tag 3)

(Werbung für Stena Line) Ein Gaypride in einem anderen Land kann eine interessante Erfahrung sein: Dass die Schweden den EuroPride 2018 in Stockholm und Göteborg ganz anders gefeiert haben, als es z.B. in Deutschland üblich ist, habe ich Euch gestern in unserem Reiseblog erzählt. Am dritten und letzten Tag unserer Bloggerreise mit Stena Line hatten wir dann noch die Möglichkeit, die zweitgrößte Stadt Schwedens im „Normalzustand“ zu entdecken.

Was muss man in Göteborg gesehen haben?

Nach dem Frühstück im Hotel hatten wir noch ein paar Stunden Zeit, bis unsere Fähre zurück nach Kiel um 18:15 Uhr am Stena Line-Terminal ablegte. Die Zeit wollten wir natürlich nutzen, um uns die schönsten Sehenswürdigkeiten in Göteborg anzusehen. Einen ersten Überblick über die Innenstadt hatten wir bereits bei der Pride Parade am Vortag erhalten, so viel uns die Orientierung nicht mehr schwer. Zwar gibt es ein dichtes Straßenbahnnetz, doch wie alle Städte in Skandinavien könnt Ihr auch Göteborg wunderbar zu Fuß erkunden.

Feskekôrka – Die Fischkirche

Ausgangspunkt unserer Stadtbesichtigung war das Hotel Riverton, welches direkt am Wasser liegt. Nur wenige Gehminuten von dem Hotel entfernt befindet sich die Feskekôrka. Dabei handelt es sich um eine Markthalle, in der ausschließlich Fisch und Meeresfrüchte verkauft werden. Den Namen „Fischkirche“ trägt der Hallenfischmarkt aufgrund der Ähnlichkeit des Gebäudes mit einer Kirche. Viele Touristen glauben, dass es sich bei dem Gebäude einst tatsächlich um eine Kirche gehandelt hat – dies ist jedoch nicht der Fall. Die Architektur der Fischhalle symbolisiert lediglich das schon fast religiöse Verhältnis der Göteborger zu den Schätzen des Meeres. Leider war die Markthalle am Sonntag geschlossen, sodass wir uns keinen Eindruck von den dort verkauften Waren machen konnten.

Feskekorga: Die "Fischkirche" in Göteborg
Feskekorga: Die „Fischkirche“ in Göteborg

Stadtviertel Haga – Ein Traum für Instagram-Nutzer

Von der Feskekôrka ging es weiter nach Haga. Dieser Stadtteil ist bekannt für seine pittoresken Holzhäuser im Stil des 19. Jahrhunderts. Einst ein Arbeiterviertel mit zweifelhaften Ruf, ist Haga heute eine der beliebtesten Touristenattraktionen in Göteborg – und ein Paradebeispiel für die Vor- und Nachteile der Gentrifizierung: Sollten die Häuser der armen Arbeiter einst abgerissen werden, sind die Mieten in Haga im Laufe der vergangenen Jahre deutlich gestiegen. Das Publikum in den trendigen Cafés und kleine Boutiquen erinnert an Hipster aus Berlin-Mitte.

Haga - das Hipster-Viertel von Göteborg
Haga – das Hipster-Viertel von Göteborg

Skansen Kronan – Herrlicher Ausblick über Göteborg

Wenn Ihr schon in Haga seid, solltet Ihr unbedingt einen Abstecher hinauf zum Skansen Kronan machen. Eine steile Treppe führt hinauf auf den Risåsberget, wo sich der noch erhaltene achteckige Turm der einstigen Festung befindet. Von dort aus genießt Ihr einen herrlichen Rundumblick über Göteborg! Außerdem gibt es hier oben ein kleines Café, in dem man Kaffee und ein Stück Kuchen kaufen kann. Wer ein Nickerchen machen möchte, kann sich auch in eine der zwischen den Bäumen festgezurrten Hängematten legen.

Vom Festungsturm "Skansen Kronan" bietet sich ein herrlicher Ausblick über die Stadt
Vom Festungsturm „Skansen Kronan“ bietet sich ein herrlicher Ausblick über die Stadt

Saluhallen – Markthalle für Gourmets

Nach dem Abstieg vom Risåsberget bummelten wir durch die Einkaufsstraßen von Göteborg. Hier findet Ihr neben den aus anderen europäischen Städten bekannten Kaufhausketten auch viele Designläden und Boutiquen. Hier lässt es sich noch wunderbar stöbern und entdecken. Die Göteborger kaufen nicht in 1-Euro-Shops, sondern mögen es stilvoll und hochwertig. Dies kann man auch an den vielen gut gekleideten Passanten auf der Straße erkennen.

Saluhallen - Die Markthalle in Göteborg
Saluhallen – Die Markthalle in Göteborg

Bereits am Vortag waren wir in der Stora Saluhallen, einer weiteren Markthalle im Herzen von Göteborg. Im Gegensatz zur Feskekôrka findet Ihr hier nicht nur Fisch, sondern könnt auch Fleisch, Gemüse, Obst, Backwaren, Käse oder Tee und Kaffee kaufen. Wer keine Lust auf Fast Food hat, kann direkt in der Saluhallen besondere Delikatessen speisen.

Liseberg – Größter Freizeitpark Nordeuropas

Wenn Ihr gerne Achterbahn und Karussel fahrt (und mehr Zeit als wir mitbringt), solltet Ihr unbedingt auch einen Besuch in Liseberg einplanen. Dabei handelt es sich um den größten Freizeitpark in Nordeuropa. Neben Fahrattraktionen und Shows könnt Ihr in Liseberg auch Hunderttausende von Blumen bewundern.

Der Freizeitpark "Liseberg" liegt mitten in der Stadt
Der Freizeitpark „Liseberg“ liegt mitten in der Stadt

Die besten Sehenswürdigkeiten in Göteborg an einem Tag

Mit Ausnahme des Freizeitparks Liseberg könnt Ihr alle in diesem Bericht vorgestellten Sehenswürdigkeiten bequem in wenigen Stunden besichtigen – ideal, wenn Ihr mit Stena Line für einen Tagesausflug nach Göteborg reist. Und dabei habt Ihr immer noch ausreichend Zeit zum Shoppen oder die typisch schwedischen Köstlichkeiten in den unzähligen Cafés und Restaurants zu probieren.

Göteborg - Was muss man gesehen haben?
Göteborg – Was muss man gesehen haben?

Wer für eine Nacht oder länger in Göteborg bleibt, kann natürlich noch viel mehr in der zweitgrößten Stadt Schwedens unternehmen: Wie wäre es mit einer Bootsfahrt auf den Kanälen? Entspannen im Trädgardsföreningen Park mit dem Rosarium und Palmenhaus? Oder einem Ausflug zu den Schäreninseln vor den Toren der Stadt? Göteborg hat sehr viel zu bieten. Welche Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten gefallen Euch in Göteborg am besten? Ich freue mich über Eure Tipps in den Kommentaren!

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