Klimafreundliche Gayreisen: Tipps für umweltfreundlichen Gayurlaub

Umweltfreundlich reisen gay

Das Thema Klimaschutz spielt eine immer größere Rolle, sowohl für die Gesellschaft insgesamt als auch für uns als Einzelpersonen. Auch schwule Männer sollten ihr Verhalten im Alltag überdenken und verändern, um z.B. ihren CO2-Fußabdruck zu verkleinern. Leider sind vor allem Reisen mit einem großen CO2-Ausstoß verbunden. Auch wir fragen uns daher immer häufiger: Wie können wir umweltfreundlich reisen?

Klimafreundliche Gayreisen beginnen bei der Urlaubsplanung

Bereits bei der Planung deiner nächsten Gayreise kannst du den Weg für einen umweltfreundlichen Urlaub ebnen. Daher habe ich mich heute mal hingesetzt und einige wichtige Informationen zu Flugreisen und Nachhaltigkeit zusammengetragen. Hier sind meine Tipps für einen klimafreundlichen Gayurlaub.

Gayurlaub: Umweltfreundliche Anreise für Schwule

Eine einfache Faustregel lautet: Je geringer die Entfernung zum Urlaubsort, desto weniger CO2 wird bei der An- und Abreise ausgestoßen. Entscheidend ist außerdem die Wahl des Verkehrsmittels: Flugzeuge haben die mit Abstand schlechteste CO2-Bilanz. Deshalb solltest du auf dieses Fortbewegungsmittel möglichst verzichten, wenn du im Urlaub das Klima nicht unnötig belasten möchtest. Gegenüber dem Auto haben Fernbusse und Züge den deutlich geringsten Kohlendioxid-Ausstoß pro Reisenden. Da in den letzten Jahren das Liniennetz sowohl von Zügen als auch von Fernbussen stark ausgebaut wurde, kannst du mittlerweile innerhalb Europas auch größere Entfernungen mit Bus und Bahn zurücklegen. Zumindest bei einer frühzeitigen Buchung können Zugfahrten und Busreisen auch deutlich weniger als ein Flug kosten.

Klimafreundlich reisen: Viele Städte in Europa kannst du per Zug erreichen
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Auswahl des Reiseziels

Die traurige Nachricht vorab: Ein Gayurlaub auf Gran Canaria, Mykonos oder in Key West ist aufgrund der Anreise per Flugzeug katastrophal für den ökologischen Fußabdruck deiner Reise. Wenn du trotzdem auf eine Flugreise nicht verzichten möchtest, empfehle ich aus umwelttouristischer Sicht einen längeren Aufenthalt: Lieber einmal länger nach Gran Canaria reisen als zweimal kurz. Das schont die Umwelt und sorgt für ein besseres Verhältnis von Anreiseaufwand und Aufenthaltsdauer. Den Kohlendioxid-Ausstoß einer Flugreise kannst du z.B. durch einen Beitrag zu atmosfair-Projekten kompensieren. Dieser ist bei besonderen Reiseveranstaltern, die sich auf sanften und nachhaltigen Tourismus spezialisiert haben, sogar schon im Reisepreis inbegriffen.

Im Idealfall suchst du dir jedoch ein Reiseziel, dass du auch ohne Flugzeug ansteuern kannst. Schwule Metropolen wie Amsterdam, London oder Paris kannst du von Deutschland aus bequem mit dem Zug erreichen. Wenn du die Zeit für die Anreise zum Flughafen, Check-In, Boarding und Warten auf das Gepäck abziehst, in z.B. eine Zugfahrt von den meisten deutschen Städten nach Amsterdam deutlich schneller als ein Flug. Nach London, Paris oder Brüssel kannst du mit dem Eurostar fahren.

Oder du verbringst deinen Sommerurlaub in Deutschland: Die Nordseeinsel Sylt ist ein beliebtes Reiseziel für schwule Männer aus Hamburg, Bremen und Hannover. Kennst du schon meine Tipps für Gayurlaub an der Nordsee?

Auf die Ostsee-Inseln Rügen, Usedom und die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst zieht es viele Gays aus Berlin. Hier findest du meine Vorschläge für Gayurlaub an der Ostsee!

Klimafreundlicher Gay-Urlaub: Fahr mit der Bahn
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Umweltfreundliche Unterkünfte buchen

Es muss nicht immer eine Bettenburg mit All-Inclusive-Buffet sein: Mittlerweile gibt es überall auf der Welt viele Hotels, die für ihre sportbegeisterten und umweltbewussten Gäste einen Fahrradverleih anbieten. So kannst du deinen Urlaubsort total umweltfreundlich mit dem Fahrrad, statt mit dem Auto erkunden. So sparst du nicht nur Geld und CO2 ein, sondern erlebst die Region aus einer ganz anderen, langsameren Perspektive. Außerdem tust du auch noch deiner Gesundheit etwas Gutes. Das Gleiche gilt natürlich ebenso für die Erkundung der Gegend auf Wanderungen.

Am besten achtest du bei der Auswahl deiner Unterkunft auf besondere Öko-Siegel. Diese weißen z.B. auf gesonderte Energiesparmaßnahmen oder eine Stromversorgung mit erneuerbaren Energien hin. Auch gibt es zunehmend tolle Bioshotels, die bei der Verpflegung ihrer Gäste großen Wert auf die Verwendung von regionalen Produkten und biologischen Lebensmitteln legen. Im Sinne eines nachhaltigen Gayurlaubs solltest du am besten auf eine vegetarische oder vegane Ernährung achten. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für deine Figur!

Als schwuler Tourist im Urlaub Müll vermeiden

In Cruising Areas stößt man immer wieder auf benutze Kondome, Kondomverpackungen und Taschentücher, die achtlos in die Natur geworfen wurden. Dieser Müll ist nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern macht die schwulen Cruiser auch auffindbar und somit angreifbar.

Sex in der freien Natur ist eine tolle Sache. Aber bitte lass deinen Müll nicht im Wald, in Parks oder am Strand liegen, sondern entsorge ihn in einer Mülltonne. Wenn keine Mülleimer in der Nähe zu finden sind, steck ihn in deine Hosentasche oder Rucksack und wirf den Abfall später weg.

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