Kroatien-Roadtrip: Tipps für die Fahrt mit dem Auto von Deutschland nach Istrien

Kroatien-Roadtrip: Tipps für die Fahrt mit dem Auto von Deutschland nach Istrien

Wie wir auf die Idee gekommen sind, einen Kroatien-Roadtrip zu machen, weiß ich gar nicht mehr genau. Es begann vermutlich damit, dass unser Freund C. uns von seinen Reisen nach Kroatien vorgeschwärmt hat und wir begeistert von seinen auf Facebook gepostet Fotos waren. Vermutlich, weil wir auf vorherigen Autoreisen bereits nach Ungarn, in die Slowakei sowie die Tschechische Republik gefahren sind, kamen wir im Spätsommerm 2016 auf die Idee, auch nach Kroatien mit dem Auto zu fahren. Beim Anblick der Route auf Google-Maps beschlossen wir dann, unseren Roadtrip nach Kroatien mit einem Stopp in Bayeren zu kombinieren.


Kroatien-Roadtrip: Erster Zwischenstopp in Bayern

Da uns die Autofahrt nach Kroatien an einem Stück zu weit war, suchte ich auf der Karte nach einem interessanten Ziel für einen Zwischenstopp. Da wir beide noch nie so richtig in den Alpen gewesen sind, fiel unsere Wahl auf Berchtesgarden: Die Stadt liegt nicht nur fast genau auf der Hälfte der Strecke zwischen unserem Wohnort und unserem Reiseziel Porec – die Region bietet zudem eine imposante Bergkulisse und mit dem Königssee eine weitere berühmte Touristenattraktion. Der Ort ist also die ideale Zwischenstation für unseren Roadtrip nach Kroatien!

Mit dem Auto nach Kroatien fahren: Grenze zwischen Österreich und Slowenien
Mit dem Auto nach Kroatien fahren: Grenze zwischen Österreich und Slowenien

Obwohl es bereits Ende September war, hatten wir riesiges Glück mit dem Wetter: Es waren noch weit über 20°C und nach knapp 8-stündiger Fahrt kamen wir ohne Stau im Berchtesgadener Land an. Aufgrund des guten Wetter hatten anscheinend noch mehr Leute die Idee, das Wochenende in den Alpen zu verbringen, denn in Berchtesgaden war kein freies Hotelszimmer mehr zu finden. Wir mussten daher in das knapp 30 km entfernte Ainring ausweichen. Doch das stellte kein Problem für uns dar. Im Gegenteil: So bekamen wir noch mehr von dem uns bisher unbekannten Winkel im äußersten Südosten Deutschlands zu sehen. Bevor wir weiter nach Kroatien fuhren, verbrachten wir also noch zwei Nächte in Bayern. Den ersten vollen Urlaubstag verbrachten wir mit einem Ausflug zum Königssee. Anschließend fuhren wir mir der Seilbahn auf den Jenner und genossen den herrlichen Sommertag auf dem Jenner. Der Jenner ist mit seiner Höhe von 1874 Metern einer der wenigen Berge in der Region, die mit einer Seilbahn erschlossen wurden. Vom Gipfel aus hat man einen grandiosen Ausblick auf den Watzmann – immerhin das dritthöchste Bergmassiv Deutschlands – sowie den Königssee.

Roadtrip Kroatien: Maut- und Tunnelgebühren auf dem Weg nach Istrien

Nach einem herrlichen Tag in den Alpen, machten wir uns am nächsten Tag auf die Weiterfahrt nach Kroatien. Unser dortiges Ziel war die schöne Küstenstadt Porec. Die Strecke von Ainring nach Porec beträgt nur etwa 445 km und führt quer durch Österreich und Slowenien. Eine alternative, aber etwas längere Strecke führt durch Italien und Slownien. Auf einem Roadtrip nach Kroatien müsst Ihr also mindestens zwei weitere Länder durchqueren. Bei normaler Geschwindigkeit und ohne Staus ist die Strecke in knapp 5 Stunden zu schaffen. Wir ließen uns also nicht hetzen und genossen die grandiosen Berglandschaften entlang der österreichischen Tauernautobahn.

Wenn Ihr mit dem eigenen Auto nach Kroatien fahrt, müsst Ihr also die Gebirgszüge der Alpen durchqueren. Die Autobahn führt durch zahlreiche, mehrere Kilometer lange Tunnel unter den Bergen hindurch. Da Bau und die Wartung dieser Tunnel sehr teuer ist, werden zu den fälligen Mautgebühren noch separate Tunnelgebühren erhoben. Die meisten dieser gebührenpflichtigen Tunnel liegen in Österreich. In Slowenien und Kroatien ist die Passierung der Tunnel im Preis für die Vignette enthalten. Lediglich der Ucka-Tunnel auf der Autobahn A8 in Kroatien kostet extra. Eine Übersicht über die Tunnelgebühren findet Ihr auf dieser Seite. Auf Eurem Roadtrip nach Kroatien solltet Ihr also immer ausreichend Bargeld oder eine Kreditkarte zur Hand haben, um Maut- und Tunnelgebühren auf der Autobahn bezahlen zu können.

Kroatien-Roadtrip: Grenzübergang zwischen Slowenien und Kroatien
Kroatien-Roadtrip: Grenzübergang zwischen Slowenien und Kroatien

Mit Ausnahme der Mautstellen legten wir die Fahrt nach Kroatien ohne Zwischenstopp zurück. Da die Hauptreisezeit bereits vorbei war, kamen wir ohne Stau in Porec an. Auch die Einreise nach Kroatien erfolgte ohne Probleme. An der Grenze müsst Ihr den Beamten nur kurz Euren Ausweis durch das Autofenster reichen und schon kann die Fahrt weitergehen.

Besonders angenehm empfand ich die Fahrt über die kroatische Autobahn: Ich weiß nicht, ob es zur Hauptsaison im Sommer anders ist, aber zu unserem Zeitpunkt waren wir fast alleine auf der Autobahn unterwegs. Bitte vergesst aber nicht, dass Ihr in Kroatien eine Maut bezahlen müsst: Die kroatische Autobahngebühr richtet sich nach der Länge der Strecke, die Ihr auf der Autobahnen zurücklegt und wird immer an der Autobahnabfahrt an einem Kassenhäuschen bezahlt. Wenn man eine große Strecke zurück legt, kann das schonmal sehr teuer werden. Wer jedoch wie wir nur nach Istrien fährt, kommt mit einem sehr günstigen Preis für die Nutzung der Autobahn davon.


Mit dem Auto von Kroatien nach Deutschland fahren

Nachdem wir eine Woche in Istrien unterwegs waren, mussten wir leider wieder die Heimreise antreten. Da wir keinen Urlaubstag mehr übrig hatten, konnten wir leider keinen weitere Zwischenstopp einlegen. Stattdessen haben wir die 1.205 km an einem Stück zurückgelegt. Nach nur zwei kurzen Pinkelpausen (eine davon auf dem wunderschönen Autobahnparkplatz direkt am Chiemsee (siehe Foto oben) kamen wir nach 13 Stunden Fahrt wieder Zuhause an.

Da uns der Roadtrip nach Kroatien so gut gefallen hat, fuhren wir ein Jahr später wieder mit dem Auto nach Istrien. Genau wie im Vorher wohnten wir auch 2017 wieder im selben Hotel in Porec. Jedoch ließen wir uns für die Hin- und Rückfahrt dieses Mal mehr Zeit. Auf dem Hinweg legten wir gleich zwei Zwischenstopps ein: Zuerst verbrachten wir wieder zwei Nächten in den Alpen, dieses Mal in Garmisch-Partenkirchen. Hier unternahmen wir einen tollen Ausflug auf die Zugspitze. Von Garmisch-Partenkirchen fuhren wir weiter nach Ljubljana, die Hauptstadt Sloweniens. Leider regnete es dort ununterbrochen, sodass wir von der größten Stadt des Landes nicht viel gesehen haben.

Auf dem Rückweg verbrachten wir noch eine Nacht in Freilassing, eine Stadt direkt an der deutsch-österreichischen Grenze vor den Toren Salzburgs, bevor wir uns weiter auf den Heimweg machten. Wieder zuhause litt ich am schlimmsten Heimkehr-Blues meines Lebens.

9 Gedanken zu „Kroatien-Roadtrip: Tipps für die Fahrt mit dem Auto von Deutschland nach Istrien

  1. Ich fahre jedes Jahr nach Porec für mich sind das ca 730 km von Franken aus die Autobahn in Kroatien versuche ich zu meiden weil die Gebührern Extrem gestiegen sind und Kroaten uns bitten sie zu meiden das die Gebühren wieder gesenkt werden,Nach der Grenze fahren nur Kurz darauf bis Umag da ist sie noch Kostenfrei dann über Umag und Novigrad nach Porec eine sehr schöne Stecke.Wenn ihr mal Pause machen müst geht auf sie erste Raststätte nach Ljubljana (ca 40km) Da gibts leckeres Frühstücksgebäck und auch das überige Essen ist Klasse.

  2. Hallo Stefan, vielen Dank für den Tipp. Das erklärt, warum wir die Autobahn in Kroatien fast für uns alleine hatten (obwohl das auch ein sehr angenehmes Fahren war ;-)).

    Von Rovinj nach Porec sind wir aber auch schonmal auf der Landstraße gefahren, um uns einen Eindruck von der kroatischen Landschaft und den Dörfern abseits der Autobahn zu verschaffen.

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