Mit dem Auto nach Österreich fahren – Wichtige Tipps

Mit Auto nach Österreich fahren - Wichtige Tipps

Auf dem Weg mit dem Auto nach Kroatien haben wir Österreich als Reiseziel für uns entdeckt. Wer mit dem PKW in das Alpenland reist, der muss jedoch ein paar wichtige Dinge beachten. Die besten Tipps für eine Autofahrt nach Österreich haben wir in den nachfolgenden Zeilen kurz skizziert.

Was muss man beachten, wenn man mit dem Auto nach Österreich fährt?

Wie gelange ich am besten mit dem Auto von Deutschland nach Österreich? Muss ich eine Maut bezahlen? Was kostet die Benutzung der Tunnel in den Alpen? Und was ich im Winter auf österreichischen Bergstraßen beachten? Wer mit dem PKW durch Österreich fährt, erlebt einige Überraschungen, die man in Deutschland nicht kennt.

Die wichtigsten Grenzübergänge von Deutschland nach Österreich

Insgesamt gibt es zwischen Deutschland und Österreich etwas mehr als 50 Grenzübergänge, wobei einige ausschließlich per Bahn oder per Schiff – etwa über den Bodensee – erfolgen. Zu den wichtigsten Übergängen für den motorisierten Individualverkehr zählt der Übergang Kufstein/Kiefersfelden. Wer hier die Grenze zwischen Deutschland und der Alpenrepublik überquert, der ist auf dem direkten Weg zum Brennerpass. Auf deutscher Seite führt zu dem Grenzübergang die Autobahn 93, auf österreichischer Seite ist es die Inntalautobahn A12. Ebenfalls sehr viel genutzt wird der Füssentunnel, der auf deutscher Seite das Ende der A7 markiert. Am anderen Ende angekommen trägt die Straße den Namen B179 (auch bekannt als Fernpassstraße, eine Landesstraße im österreichischen Bundesland Tirol). Auch über diesen Weg lässt sich der Brennerpass, genauso aber auch der Reschenpass sehr gut erreichen. Da Österreich genauso wie Deutschland am Schengener Abkommen teilnimmt, gibt es keine Passkontrollen an der Grenze.

Autofahren in Österreich ist ein teures Vergnügen
Autofahren in Österreich ist ein teures Vergnügen

Kennst Du schon meine Tipps für Gayurlaub in Wien?

Wie teuer ist die Maut in Österreich?

In Österreich muss auf Autobahnen und Schnellstraßen eine Maut bezahlt werden. Erledigt wird dies über eine Vignette, die sichtbar an der Windschutzscheibe des Autos anzubringen ist. Zu Beginn einer jeden mautpflichtigen Straße weisen Schilder darauf hin, dass ab hier die Vignettenpflicht gilt. In Österreich werden diese Vignetten übrigens Pickerl genannt. Zu bekommen sind diese Vignetten bei Tankstellen, die sich in Grenznähe befinden. Wer sich schon vor der Fahrt in die Alpenrepublik mit einem Pickerl ausstatten möchte, der kann diese auch bei Automobilclubs wie dem ADAC oder dem AvD bekommen.

Alternativ kann die Vignette inzwischen digital gekauft werden. Hierbei ist die Eingabe des eigenen Kennzeichens vonnöten. In Österreich können Kontrollkameras sowie die Polizei über das Kennzeichen feststellen, ob jemand im Besitz einer digitalen Vignette ist oder nicht. Zu bekommen ist die digitale Vignette über die Internetseite https://www.asfinag.at/maut-vignette/. Wichtig zu wissen ist ferner, dass alle, die die Brennerautobahn A13 befahren, zusätzlich noch eine weitere Maut bezahlen müssen. Für eine Einzelfahrt liegt diese Gebühr derzeit bei 9,50 Euro, für eine Hin- und Rückfahrt bei 19 Euro.

Tunnelgebühren in Österreich

Durch die Alpen führen sehr viele Tunnel. Bei einigen besonders langen Tunneln müssen zusätzliche Gebühren zum Passieren bezahlt werden. Für den Tauerntunnel und Katschbergtunnel müssen beispielsweise 11,50 Euro bezahlt werden, für den Karawankentunnel 7,20 Euro. Für eine Querung des Arlbergtunnels müssen 10 Euro bezahlt werden, für den Gleinalm-Tunnel 9 Euro und für den Bosruck-Tunnel 5,50 Euro. Wer über die Großglocknerstraße fährt, den kostet diese Fahrt 36 Euro. Autofahren ist somit in Österreich ein ziemlich teurer Spaß.

Geschwindigkeitsbegrenzungen und Promillegrenzen

Innerorts darf in Österreich 50 km/h gefahren werden, außerorts gelten 100 km/h. Die Maximalgeschwindigkeit auf den Autobahnen beträgt 130 Kilometer pro Stunde, wobei es dort aber stellenweise temporäre Temporeduzierungen oder Teilabschnitte mit dauerhaft niedrigeren Höchstgeschwindigkeiten gibt.

Die Promillegrenze in Österreich liegt 0,5 Promille, wobei diese nur für Autofahrer gilt, die ihren Führerschein mindestens zwei Jahre lang besitzen. Für alle anderen gilt eine Grenze von 0,1 Promille.

Autofahren in Österreich: Weitere Pflichten und Besonderheiten

  • Genau wie in Deutschland besteht in Österreich eine Pflicht, einen Verbandskasten, ein Warndreieck sowie so viele Warnwesten, wie sich Menschen im Auto befinden, mit sich zu führen.
  • Da es in Österreich sehr viele Bergstraßen gibt, kann es häufiger mal eng werden, und die Ausweichmöglichkeiten sind knapp. Können zwei Autos in den Bergen nicht aneinander vorbeifahren, so muss das Auto zurücksetzen, für das das Zurücksetzen leichter ist.
  • Herrschen winterliche Verhältnisse auf den Straßen, besteht in Österreich bis zum 15. April eine Pflicht für Winterreifen und Schneeketten. Dies ist besonders wichtig, da das Land ein beliebtes Ziel für Skiurlaub und Weihnachtsurlaub ist.
  • Bei einem Kreisverkehr in Österreich haben grundsätzlich die einfahrenden PKWs Vorfahrt. Allerdings kommt es sehr häufig vor, dass eine Beschilderung darauf hinweist, dass diese Regel genau umgekehrt wird, also alle, die sich im Kreisverkehr befinden, Vorfahrt haben.

Wie hat Dir dieser Beitrag gefallen?

Klicke auf einen Stern, um ihn zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung / 5. Stimmenzahl:

Es tut uns leid, dass dieser Beitrag für Dich nicht hilfreich war!

Lass uns diesen Beitrag verbessern!

2 Replies to “Mit dem Auto nach Österreich fahren – Wichtige Tipps”

  1. Möchte ein Wohnmobil für die Reise in die Berge mieten, damit wir alle zusammen mit vollem Komfort reisen könnten. Die Tipps zur Grenzenübergang setze in Gebrauch! Recht vielen Dank! Bis jetzt meist mit Zug. Soll dann die Vignette im Voraus besorgen.

  2. Hallo Finn, schön dass ich dir helfen konnte. Die Vignette kannst du in der Regel direkt am Grenzübergang kaufen, manchmal auch an einer Tankstelle in der Nähe. Einfach auf die Schilder achten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.