Reisebericht: Ostsee-Kreuzfahrt mit AIDAprima (Erfahrungen)

Reisebericht: Ostsee-Kreuzfahrt mit AIDAprima (Erfahrungen)

Gestern sind wir von unserer Ostsee-Kreuzfahrt auf der AIDAprima zurückgekommen. Da meine Erinnerungen an die Reise also noch frisch sind, möchte ich euch schnell meinen Reisebericht zukommen lassen? Wie waren unsere Erfahrungen auf der AIDAprima? Das verrate ich dir in diesem Artikel!

Ostsee-Kreuzfahrt mit AIDAprima

Die Ostsee-Kreuzfahrt auf der AIDAprima hatten wir hauptsächlich wegen der interessanten Route gewählt: Mit Tallin, Sankt Petersburg, Helsinki und Stockholm (bzw. Nynäshamn) wurden gleich drei Städte angesteuert, in denen wir noch nie gewesen sind. Auch Estland, Russland und Finnland fehlten noch auf unserer Liste der bereisten Ländern.

Übrigens: Wenn du nicht weißt, ob eine Kreuzfahrt das Richtige für dich ist, empfehle ich eine Minikreuzfahrt Kiel-Oslo-Kiel!

Anreise nach Kiel

Einen Tag vor der Abreise wurden wir von AIDA per E-Mail über eine Vollsperrung der A7 bei Hamburg informiert. So erfuhren wir rechtzeit, dass wir am nächsten Tag früher losfahren müssen. Zum Glück führte uns das Navi über eine staufreie Alternativroute, sodass wir ganz normal nach ca. 3-stündiger Fahrt in Kiel ankamen. Im Parkhaus Jensendamm hatten wir auf eigene Faust online einen Parkplatz reserviert. Von dort aus war es nur ein kurzer Spaziergang zum Ostseekai.

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Unsere Ostsee-Kreuzfahrt auf AIDAprima startete in Kiel
Unsere Ostsee-Kreuzfahrt auf AIDAprima startete in Kiel

Die Seereise

Nach der Abfahrt in Kiel hatten wir gleich den ersten Seetag. Diesen nutzten wir, um die AIDAprima zu erkunden und uns mit den Gepflogenheiten an Bord bekannt zu machen.

2. Tag – Tallin

Tallin war die erste Station unserer Seereise auf der AIDAprima. Die schöne Altstadt ist vom Schiff aus in etwa 15 Minuten bequem zu Fuß zu erreichen. Hier haben wir fast jeden Winkel erkundet! Besonders gut gefielen mir die farbenfrohen Türen und (Schau-) Fenster.

Nach dem Bummel durch die Altstadt hatten wir sogar noch genügend Zeit, dass moderne Tallin zu besichtigen. Im Einkaufszentrum Viru Keskus machten wir noch einige Besorgungen für den weiteren Verlauf der Reise.

3. Tag – Sankt Petersburg

Die russische Zarenstadt war für die meisten Passagiere wohl der Höhepunkt der Reise. Aufgrund der Visa-Pflicht in Russland hatten wir hier ausnahmsweise einen geführten Ausflug bei AIDA gebucht. Dieser ging jedoch erst nachmittags um 14 Uhr los. So genossen wir den vormittag auf dem fast leeren Schiff und konnten den Pool im Beach Club und die Wasserrutsche fast für uns alleine genießen.

Nachmittags ging es dann mit dem Bus ins Stadtzentrum. Der 2-stündige geführte Spaziergang durch Sankt Petersburg führte uns zum Schlossplatz mit Sehenswürdigkeiten wie Winterpalais, Generalstabsgebäude, Admiralität und Alexandersäule. Anschließend ging es weiter zu Fuß über den Newski-Prospekt zur Blutkirche.

4. Tag – Helsinki

Die finnische Hauptstadt konnten wir wieder auf eigene Faust erkunden. Wir gingen zu Fuß vom Schiff zum Stadtzentrum (ca. 2 km). Hier bummelten wir durch die Einkaufsstraßen, tranken einen Kaffee und begaben uns schließlich zum Dom, der bekanntesten Sehenswürdigkeit in Helsinki. Von dort aus ging es über den Senatsplatz runter zum Hafen. Hier stöberten wir über den Markt, schauten in der Markthalle vorbei und schlenderten dann wieder gemütlich zurück zur AIDAprima.

5. Tag – Stockholm / Nynäshamn

Am heutigen Tag sollte eigentlich Stockholm in Schweden auf unserem Programm stehen. Doch nach drei Stadtbesichtigungen in drei Ländern innerhalb von drei Tagen hatten wir keine Lust auf eine weitere Stadt – zumal Stockholm 60 km vom Hafen in Nynäshamn entfernt liegt und wir mit dem Zug in die schwedische Hauptstadt hätten fahren müssen.

Stattdessen gönnten wir uns ein entspanntes Frühstück auf einem wieder ziemlich leeren Schiff. Erst am Nachmittags gingen wir an Land und erkundeten die kleine Stadt Nynäshamn. Besonders gut haben uns der urige Hafen und die bunten, typisch schwedischen Holzhäuser gefallen.

Das Schiff: Wie ist die AIDAprima?

Die AIDAprima ist eines der größtemn Schiffe der AIDA-Flotte. Zur Verpflegung stehen fünf Buffet-, drei Spezialitäten- und drei – komplett aufpreispflichtige – À-la-carte-Restaurants und ein Kochstudio zur Verfügung. Für den kleinen Hunger und Durst gibt es drei Snackbars, zwei Cafés sowie zwölf Bars.

Zur Unterhaltung verfügt das riesige Kreuzfahrtschiff über ein Theatrium, den Beach Club (der Poolbereich verwandelt sich am Abend in eine Diskothek) sowie einen Nachtclub. Außerdem gibt es einen großen Wellnessbereich, ein Fitnesstudio, ein Sportdeck, zwei Wasserrutschen, einen Klettergarten und diverse Einkaufsmöglichkeiten.

East Restaurant: Unser Lieblingsrestaurant auf AIDAprima
East Restaurant: Unser Lieblingsrestaurant auf AIDAprima

Insgesamt hat uns die AIDAprima sehr gut gefallen. Was uns sehr gestört hat war jedoch die geringe Anzahl an Sitzplätzen in den Restaurants. Wenn man nicht bereits 15 Minuten vor Öffnung der Restaurants am Eingang gewartet hat, war es beinahe unmöglich einen freien Tisch zu finden. Außerdem teilen wir uns ungern einen Tisch mit fremden Menschen. Völlig skurril finden wir zudem das Konzept, dass in jedem (Buffet-) Restaurant jeweils jeden Tag die selben Speisen angeboten werden. Wenn man jeden Tag in einem anderen Restaurant isst, fällt dies womöglich gar nicht auf. Wenn man jedoch wie wir fast jeden Abend im East Restaurant speist (da dieses das einzige war, in dem man relativ entspannt und in Ruhe essen konnte), fällt einem dies spätestens ab zweiten Tag auf. Zwar war die Auswahl so groß, dass man sich jeden Tag etwas anderes auf den Teller machen konnte. Insgesamt hinterlässt dies jedoch keinen guten Eindruck auf den Gast. Lediglich am letzten Abend der Reise gab es eine andere Auswahl an Speisen.

Die Gästestruktur

Neben der Situation in den Restaurants ist uns zudem die Gästestruktur negativ aufgefallen. Der Großteil der Passagiere ist schrecklich: Drängeln, Meckern und Motzen – typisch Deutsch eben! Eine Höflichkeit, wie wir Sie z.B. auf Cunard-Schiffen auch seitens der anderen Passagiere erlebt haben, haben wir schmerzlich vermisst.

Wie war unsere Kabine 5265 auf Deck 5?

Als ich die AIDAprima vor dem Boarding von außen sah und die Decks abzählte, war ich zunächst enttäuscht: Deck 5 sah nicht gerade glamourös aus. Doch gleich nachdem wir die Kabine 5165 bezogen hatten, erkannten wir die Vorzüge:

  • Man ist ganz nah am Wasser
  • Die Kabine ist von anderen Passagieren nicht einsehbar
  • Man selbst sieht auch keine anderen Passagiere, sondern nur das Meer
AIDAprima: Unsere Kabine 5265 auf Deck 5
AIDAprima: Kabine 5265 auf Deck 5

Auf allen anderen Decks der AIDAprima kann man von anderen Passagieren beobachtet werden. Auf Deck 5 kannst du dagegen ganz ungestört in der Hängematte liegen oder sogar Sex haben. Die Kabinen auf Deck 5 sind somit ideal für eine entspannte Seereise!

Fazit: Wie hat uns die Ostseekreuzfahrt auf AIDAprima gefallen?

Um es kurz zu machen: Drei Aspekte haben uns auf der Ostseekreuzfahrt mit AIDAprima überhaupt nicht gefallen.

  • Zu wenige Sitzplätze in den Restaurants
  • Vor allem Markt-Restaurant und Weite-Welt-Restaurant sehr voll und laut
  • Gästestruktur

Die positiven Aspekte möchten wir jedoch auch hervorheben:

  • Schöne, geräumige Außenkabine
  • Die Hängematte auf dem Balkon war mein Lieblingsplatz auf dem Schiff
  • Sehr schöner Wellnessbereich – hier konnten wir Ruhe tanken
  • Auch in den Buffetrestaurants sehr leckeres Essen
  • Sehr freundliches Personal
  • Sauberkeit in allen Bereich

Ob wir noch einmal eine Kreuzfahrt auf der AIDAprima buchen werden, wissen wir zur Zeit nicht. Vielleicht werden wir beim nächsten Mal ein kleineres Schiff der Flotte ausprobieren.

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