Unser erster Sommerurlaub auf Gran Canaria

Unser erster Sommerurlaub auf Gran Canaria

Guten Morgen, liebe Leser. In der vergangenen Nacht bin ich aus meinem 12. oder 13. Gran Canaria-Urlaub zurückgekommen. Wie oft ich genau auf der Kanareninsel gewesen bin, weiß ich leider nicht mehr, da ich irgendwann aufgehört habe zu zählen. Bevor ich mein E-Mail-Postfach öffne und mich zurück in den Arbeitsalltag stürze, möchte ich jedoch noch meine frischen Eindrücke von der Reise niederschreiben. Denn etwas war dieses Mal anders: Ich habe zum ersten Mal Urlaub auf Gran Canaria im Sommer gemacht! Wie sich meine Erfahrungen von einem Winterurlaub auf der Insel unterscheiden, möcht ich Euch erzählen: So war mein Sommerurlaub auf Gran Canaria!

Sommerurlaub auf Gran Canaria

Eigentlich herrscht auf Gran Canaria – genau wie auf allen Kanarischen Inseln – zwölf Monate lang Sommer. In der Regel liegen die Temperaturen das ganze Jahr über 20 Grad und es regnet nur selten. Auch im Winter kann man auf den Kanaren kurze Hosen und T-Shirts tragen und im Meer baden. Daher fliegen wir häufig über Weihnachten oder Silvester nach Gran Canaria, um dem deutschen Winter zumindest für ein paar Tage zu entfliehen und eine ordentliche Portion Sonne und Wärme zu tanken. Zwar gab es in unseren vergangenen Urlauben auf Gran Canaria durchaus Tage, an denen man abends eine Jacke tragen musste, genauso kann das Thermometer tagsüber aber auch mal über 30 Grad anzeigen. Auf jeden Fall ist das Wetter auf der Kanareninsel auch im Winter meistens besser als der deutsche Sommer.

Sommerurlaub Gran Canaria: Strahlend blauer Himmel über dem Hotel-Pool
Sommerurlaub Gran Canaria: Strahlend blauer Himmel über dem Hotel-Pool

Einen großen Vorteil bietet jedoch ein Sommerurlaub auf Gran Canaria: Genau wie im weiter nördlichen Europa sind die Tage auf den Kanaren im Sommer deutlich länger! Während es im Winter in der Regel ab 17 Uhr doch etwas frischer wird und es zum Abendessen gegen 19 Uhr bereits dunkel ist, scheint die Sonne auf den Kanarischen Inseln im Sommer deutlich länger. Das wurde mir jedoch erst bewusst, als ich durch die Dünen von Maspalomas streunte und mich wunderte, warum ich fast das einzige menschliche Wesen weit und breit war. Erst als ich zurück im Hotel auf die Uhr schaut wurde mir der Grund bewusst: Es war bereits 21:30 Uhr! In unseren bisherigen Urlauben auf Gran Canaria war es um diese Zeit bereits seit mehreren Stunden stockfinster. Dieses Mal schien die Sonne jedoch noch immer warm vom Himmel – einfach wunderbar!!

Im Sommerurlaub ist es auf Gran Canaria länger hell

In diesem Sommerurlaub auf Gran Canaria war es jedoch nicht nur viel länger hell als sonst, sondern die Sonne brannte auch viel stärker vom Himmel als im Dezember oder Januar. Gleich am zweiten Tag unseres Aufenthalts unternahmen wir mit dem Mietwagen einen Ausflug in die Berge. Obwohl ich die meiste Zeit im Auto saß und nur wenige Minuten unter freiem Himmel verbracht, hatte am Abend einen heftigen Sonnenbrand auf den Armen und im Nacken. Da ich eine recht unempfindliche Haut habe, benutze ich nur selten Sonnencreme. Dieses Mal musste ich mich jedoch gründlich eincremen, um nicht von der Sommersonne verbrutzelt zu werden.

Gran Canaria im Sommer: Volle Strände und sengende Sonne
Gran Canaria im Sommer: Volle Strände und sengende Sonne

Und noch weitere Unterschiede zwischen Winter- und Sommerurlaub auf Gran Canaria sind mir aufgefallen: Die Strände sind im Sommer deutlich voller als im Winter. Auch die Zusammensetzung der Urlauber war dieses Mal eine andere als sonst: Bereits im Flugzeug in Richtung Süden fiel mir auf, dass viele junge Paare, dafür deutlich weniger Rentner als sonst an Bord waren. Dieser Eindruck setzte sich vor Ort fort.

Und überraschenderweise war auch die Zahl der schwulen Urlauber deutlich geringer als im Winter: Ich vermute, dass dies mit dem Maspalomas Pride in Zusammenhang steht. Dieser fand erst im vergangene Monat statt und lockte Tausende Gays nach Gran Canaria. Im Yumbo Centre waren sogar einige Clubs und Bars wegen Sommerpause geschlossen. Auch in der Cruising Areas in den Dünen von Maspalomas oder im C.C. Cita war weniger Betrieb als sonst.

Gran Canaria-Urlaub im Sommer oder Winter?

Zum Schluss stellt sich die Frage: Welche Jahreszeit ist am Besten für einen Gran Canaria-Urlaub geeignet? Nach wie vor ist Gran Canaria sowohl im Sommer als auch im Winter ein ideales Reiseziel. Die Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten sind eher gering. Zwar hatten wir während unseres Sommerurlaubs auf Gran Canaria ein traumhaftes Wetter und genossen eine Woche lange den strahlend blauen Himmel, doch das könnt Ihr mit etwas Glück auch im Winter genießen. Wer Pech hat, kann dagegen auch im Sommer einen mit Wolken bedeckten Himmel, Sturm oder im schlimmsten Fall einen Calima erleben. Letztere treten im Sommer sogar häufiger auf als im Winter.
In den Dünen und am Strand ist es mir im Sommer sogar zu heiß: Der Sand war so heiß, dass man sich barfuß oder in Flip-Flops die Füße verbrannt hat. Hier bevorzuge ich dann tatsächlich die Wintermonate. Dafür kann man in den Sommermonaten ein einzigartige Blütenpracht in den Bergen der Insel genießen.

Sommer auf Gran Canaria: Blütenpracht in den Bergen
Sommer auf Gran Canaria: Blütenpracht in den Bergen

Der wirklich einzige Vorteil im Sommer ist die Tatsache, dass es abends viel länger hell ist. So kann man im Urlaub noch mehr unternehmen, beispielsweise auch abends in den Dünen oder am Strand spazieren. Zudem hat man im Sommer noch mehr Zeit für Ausflüge in die Berge, denn im Dunkeln möchte ich nicht auf den steilen Serpentinenstraßen fahren.

Zu guter Letzt war es eine völlig neue Erfahrung, in Sommerkleidung zurück nach Deutschland zu fliegen: Während wir im Winter am Tag der Abreise bereits im Hotel die langen Hosen anziehen und unsere Winterjacken mit uns herumschleppen, um nach der Ankunft mit Schal und Mütze bekleidet den Weg vom Flughafenterminal zum Parkhaus zurückzulegen, ist es heute zuhause genauso heiß wie gestern auf Gran Canaria. Fast vermisse ich den Kontrast zwischen den sommerlichen Kanaren und dem kalten Deutschland ein wenig.

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