Teneriffa-Wanderung von Puerto de la Cruz zum Playa Bollullo

Gayurlaub Teneriffa: Cruising Area in Puerto de la Cruz mit herrlicher Aussicht

Auch am ersten Morgen auf Teneriffa bin ich noch von den ersten Eindrücken überwältigt: Die hohen Berge und schroffen Steilküsten, aber auch das lebhafte Puerto der la Cruz und den dichten Verkehr hatte ich Pauschalurlauber, der das gemächliche Touristen-Dasein auf der Nachbarinsel Gran Canaria gewohnt ist, nicht erwartet. Eigentlich wollten wir nach dem Frühstück nur ein wenig durch die Stadt bummeln, doch urplötzlich finden wir uns auf unserer ersten Wanderung wieder. Da wir den Wanderführer im Hotelzimmer gelassen haben, wandern wir einfach der Nase nach – die ungefähre Route hatte ich dank meines guten kartographischen Gedächtnisses zum Glück noch im Kopf.

Wellen brechen sich an der Strandpromenade in Puerto de la Cruz
Wellen brechen sich an der Strandpromenade in Puerto de la Cruz

Teneriffa-Wanderung von Puerto de la Cruz zum Playa Bollullo

Der Himmel hängt voller schwerer Wolken, wie es typisch für den Norden Teneriffas ist. Doch das kommt uns nur zugute, denn dank des bedeckten Himmels werden wir nicht von der Sonne versenkt und die Temperaturen sind ideal zum Wandern.

Steilküste bei Puerto de la Cruz
Steilküste bei Puerto de la Cruz

Zuerst schlendern wir am Hafen und der Strandpromenade entlang und bestaunen die riesigen Wellen, welche sich an der Kaimauer brechen. Vorbei am Lago Martinaz folgen wir der Küstenstraße hinauf, welche direkt unterhalb des Hotel Best Semiramis entlang führt. Die ursprüngliche, im Wanderführer beschriebene Wanderroute, führt von Puerto de la Cruz (ich will immer Playa de la Cruz schreiben!) nach Cuesta de la Villa. Da wir jedoch keine Freunde öffentlicher Verkehrsmittel sind und nach der Wanderung irgendwie wieder zum Hotel zurück müssen, verkürzen wir die Route einfach auf die Hälfte und wandern bis zum Playa Bollullo im Verwaltungsbezirk von La Orotava. Dieser schwarze Strand liegt aber auch immerhin vier Kilometer östlich von Puerto de la Cruz. Hin und zurück kommen wir somit schon auf einn Marsch von mindestens 8 Kilometer.

Bananenplantage & Cruising Area in Puerto de la Cruz
Bananenplantage & Cruising Area in Puerto de la Cruz

Die Route verläuft oberhalb der Steilküste in Richtung Osten, mitten durch eine Bananenplantage. Und plötzlich fällt uns auf, dass hier nicht nur überraschend viele Wanderer unterwegs sind, sondern auch auffällig viele spanische Männer betont unauffällig am Wegesrand sitzen: Wir sind völlig ahnungslos gleich am ersten Tag in Puerto de la Cruz in einer Cruising Area gelandet – mitten in einem Bananenhain!

Barranco de la Arena bei Puerto Cruz
Barranco de la Arena bei Puerto Cruz

Davon lassen wir uns jedoch erstmal nicht ablenken, sondern folgen dem Wanderweg durch einen Barranco, trinken in einer der typischen spanischen Tascas, einem kleinen Restaurant mit einheimischen Gerichten, einen Eistee und steigen anschließend hinab zum Strand – der (oder dem?) Playa de Bollullo. Der Naturstrand besteht wie so viele Strände auf Teneriffa aus schwarzem Lavasand und ist bei Gays und FKK-Anhängern beliebt. Das Baden ist aufgrund des starken Wellengangs heute jedoch leider nicht gestattet. Daher machen wir uns wieder auf den Rückweg und inspizieren die Cruising Area noch einmal etwas genauer. Schnell stellen wir fest, dass sich die Cruising Area in Puerto de la Cruz über ein riesiges Areal ausbreitet. Neben dem bereits erwähnten Bananenhain umfasst das Gebiet u.a. das terassenförmig angelegte Brachland, welches direkt bin an die Steilküste führt. Hier treffen sich schwule und bisexuelle Männer in halb zusammengefallenen Ruinen und hinter den Überresten alter Mauern zum schwulen Sex.

Zurück in Puerto de la Cruz erfrischen wir uns bei einem Bad im Meerwasserbad Lago Martianez, bevor es zum Abendessen zurück in unser Hotel geht.

Naturstrand Playa de Bollullo
Naturstrand Playa de Bollullo

So haben wir bereits an unserem ersten vollen Tag auf Teneriffa nicht nur eine Cruising Area in Puerto de la Cruz entdeckt, sondern auch schon mehr als 10 Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Wenn das so weiter geht, wird sich unser Aufenthalt auf der Kanareninsel zu einer echten Aktivreise entwickeln!

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