Wanderung zum Fernsehturm in Porta Westfalica und Porta Kanzel

Fernsehturm in Porta Westfalica

Die Porta Westfalica (wörtlich das „Tor Westfalens“) ist das Durchbruchstal der Weser zwischen Wiehengebirge und Wesergebirge im nordöstlichen Teil von Nordrhein-Westfalen. Ein beliebtes Ausflugsziel in der Porta Westfalica ist das Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Wittekindsberg, welcher zum Wiehengebirge gehört. Das im Volksmund schlicht Wilhelmsdenkmal genannte Monument ist ein beliebtes Ausflugsziel im Raum Minden-Lübbecke. Direkt gegenüber befindet sich auf etwa selber Höhe das zweite wichtige Wahrzeichen der Region: Der Fernsehturm in Porta Westfalica

Der Fernsehturm in Porta Westfalica

Auf dem Jakobsberg – welcher sozusagen den Abschluss des Weserberglands bildet, steht der 135 Meter hohe Fernsehturm von Porta Westfalica. Von der überdachten Aussichtsplattform in 23 Meter Höhe bietet sich dem Besucher ein grandioser Rundblick über das Weserbergland und die norddeutsche Tiefebene. Bei klarem Wetter beträgt die Fernsicht sage und schreibe 50 Kilometer. Die Plattform ist bequem über eine überdachte Wendeltreppe zu erreichen, im Winter jedoch leider geschlossen. Gerüchten zufolgen ist der Fernsehturm in warmen Sommernächten zudem ein beliebter Treffpunkt für Swingerpartys und Goa-Raves.

Fernsehturm in Porta Westfalica
Fernsehturm in Porta Westfalica

An der Stelle des heutigen Fernsehturms befand sich von 1902 bis 1952 eine 22,5 Meter hohe Bismarcksäule. Aus diesem Grund befindet sich in einem Nebengebäude des Turms ein Bismarck-Gedenkraum. Hier erinnern ein Bronze-Relief sowie zahlreiche Bilder, Bücher und Schriftstücke an das Leben und Wirken des Reichskanzlers Otto von Bismarck.

Die Porta-Kanzel mit Blick auf das Wilhelmsdenkmal

Vom TV-Turm aus gelangt man über einen Wanderweg auf dem Kamm des Jakobsbergs zur Porta Kanzel. Dabei handelt es sich um eine Felsklippe mit fantastischem Ausblick auf das Kaiser-Wilhelm-Denkmal und den Verlauf der Weser.

Blick von der Porta Kanzel auf das Wilhelmsdenkmal
Blick von der Porta Kanzel auf das Wilhelmsdenkmal

An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich – obwohl ich bereits seit mehr als fünf Jahren in Minden wohne – am letzten Wochenende zum ersten Mal in meinem Leben an der Porta Kanzel gewesen bin. Dass dieser Aussichtspunkt hoch über der Porta Westfalica existiert, habe ich tatsächlich erst kürzlich über Instagram erfahren.

Um zur Porta Kanzel zu gelangen, fährt man am besten mit dem Auto bis zum Fernsehturm. Vom dortigen Parkplatz ist es ein knapp 800 Meter langer Spaziergang bis zum Aussichtpunkt. Und auf halber Strecke zwischen Turm und Kanzel gibt es sogar noch eine weitere Sehenswürdigkeit, deren Exitenz ich bis zum vergangenen Sonntag noch nicht einmal erahnte: Der unvollendete Aussichtsturm des früheren Albert-Leo-Schlageter-Denkmals, welcher bereits in den Jahren 1933/34 erbaut wurde. Die Beschädigungen des Aussichtsturms stammen von Luftangriffen im letzten Weltkrieg. Im Jahr 1958 wurde der Turm von der Stadt Hausberge für Besucher geöffnet.

Porta Westfalica: Aussichtsturm des früheren Albert-Leo-Schlageter-Denkmals
Porta Westfalica: Aussichtsturm des früheren Albert-Leo-Schlageter-Denkmals

Wer gut zu Fuß unterwegs ist und gerne wandert, kann alle drei Sehenswürdigkeiten übrigens auf einer schönen Rundwanderung erkunden. Ein ganzes Netz von (Rund-) Wanderwegen zieht sich über Wittekindsberg und Jakobsberg und durch die Porta Westfalica. Der kleine Ort ist Ostwestfalen ist daher ein beliebtes Ziel für einfache Wochenendwanderungen. Auch bei Mountainbikern erfreut sich die Umgebung einer wachsenden Beliebtheit. Parkplätze finden Sie sowohl am Wilhelmsdenkmal als auch am Fernsehturm in ausreichender Zahl. Wer gerne beide Berge zu Fuß erklimmen möchte, kann sein Auto auch unten am Ufer der Weser parken. Auch mit dem Zug ist Porta Westfalica gut zu erreichen: Ein Bahnhof liegt direkt zu Füßen der Porta Kanzel an der Bahnstrecke Hamm–Minden (KBS 370) und ist über den Bahnhof Löhne mit der Bahnstrecke Löhne–Rheine (KBS 375) verbunden. Der Weserradweg führt ebenfalls direkt vorbei.

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